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Ward Howell erstellt Indikatoren für Karriere-Sprünge:


14.08.1987 - 

Beim Manager-Wechsel zählt Macht statt Geld

MÜNCHEN (CW) - Geld allein reicht nicht aus, um Führungskräfte zum Unternehmenswechsel zu bewegen. Für rund 70 Prozent der Manager steht und fällt eine Neuorientierung mit dem Image des Arbeitgebers. Eine besondere Rolle spielen dabei Handlungsspielraum, Entscheidungskompetenz sowie Aufstiegschancen. Diese Ergebnisse stellen die Ward-Howell-Unternehmensberater aus Düsseldorf und München in einer Befragung vor.

Mit Einkommen allein kann man heute keine qualifizierten Führungskräfte anheuern oder gar "kaufen"; ebensowenig lassen sie sich damit aber auch an das Unternehmen binden. Zu diesen Ergebnissen kommt eine Studie, die Ward Howell bei deutschen Führungskräften durchgeführt hat. Befragt wurden Topmanager, Bereichs- beziehungsweise Abteilungsleiter und auch Führungsnachwuchskräfte.

Es ging vor allem darum herauszufinden, welche Kriterien für, welche gegen einen Unternehmenswechsel sprechen und welche Bedeutung die se im Entscheidungsprozeß haben.

Von allen Befragten wurde das Kriterium mehr Handlungsspielraum und Entscheidungskompetenz als besonders wichtig eingestuft.

Für Führungsnachwuchskräfte haben diese Gesichtspunkte ebenfalls einen hohen Stellenwert, bei ihnen stehen jedoch erwartungsgemäß die Aufstiegschancen im Vordergrund.

Auch Manager mittleren Alters versprechen sich mit einem Unternehmenswechsel neben mehr Entscheidungsspielraum ein besseres Vorankommen. Viele von ihnen sind noch auf der zweiten Stufe und haben nicht den Freiraum, den sie ihrer Meinung nach zur Lösung ihrer Führungsaufgaben brauchten.

Mangelnde Entfaltungsmöglichkeit und hoher Anteil an Routinetätigkeit im Unternehmen dürften dafür ausschlaggebend sein, daß viele Befragte "etwas Neues anpacken" wollen. Sie suchen eine neue Herausforderung mit entsprechenden Aufstiegschancen und mehr Einfluß im Unternehmen.

Das Streben nach größerer Entscheidungskompetenz beziehungsweise nach mehr Macht wird in der Studie der Unternehmensberater noch einmal durch die hohe Bewertung des Kriteriums größerer Aufgabenbereich untermauert.

Das Image des neuen Unternehmens wird von allen Befragten gleichermaßen wichtig eingestuft. Auf internationale Ausrichtung der neuen Aufgabe legen insbesondere jüngere Führungskräfte großen Wert. Das höhere Einkommen spielt insbesondere bei Führungskräften bis 45 Jahre eine durchaus bedeutende Rolle. Einfluß, Entscheidungskompetenz, Aufstiegschancen, persönliche Herausforderung und das Image des Unternehmens werden jedoch deutlich höher bewertet.

Die wirtschaftliche Lage eines Unternehmens und langfristige Sicherheitsüberlegungen sind für Führungskräfte über 35 Jahre erwartungsgemäß deutlich wichtiger als für ihre jüngeren Kollegen.

Führungskräfte mit einem Einkommen bis 150 000 Mark - es handelt sich dabei logischerweise um jüngere Manager - streben mit einem Unternehmenswechsel breiten Handlungsspielraum, Aufstiegschancen und vor allem auch ein höheres Einkommen an. Bei Spitzenverdienern geben neben dem größten Einfluß das Image und die internationale Ausrichtung den Ausschlag.

Manager mit einem Einkommen bis zu 250 000 Mark legen Wert au mehr Entscheidungskompetenz, verbunden mit einem größeren Aufgabenbereich und einem höheren Einkommen (siehe Grafik 1).

Bei den Kriterien, die gegen einen Unternehmenswechsel sprechen, werden erwartungsgemäß die gesicherten Aufstiegschancen und die sichere Position im alten Unternehmen sehr hoch bewertet, Bei den Überlegungen im Zusammenhang mit einem Stellenwechsel spielt aber auch Image und Größe des alten Unternehmens eine äußerst wichtige Rolle.

Bei Führungsnachwuchskräften sprechen gute Aufstiegschancen im alten Unternehmen, ferner Image, Marktposition, Größe und Standort des jetzigen Arbeitgebers häufig gegen einen Stellenwechsel.

Auch bei Managern mit sehr hohen Bezügen erschwert zusätzlich die Bindung zu Kollegen und Mitarbeitern einen Unternehmenswechsel (siehe Grafik 2).