Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

28.11.1986 - 

Zürcher Banken entscheiden sich für Magnetstreifensystem:

Beim POS-Start fehlt die Chipkarte noch

ZÜRICH (CWN) - Mit der ersten Phase eines EFT/POS-Betriebs wollen die Banken der Region Zürich im nächsten Sommer beginnen. Für die bargeldlose Ladenkasse kommen jedoch keine Chip-Karten, sondern herkömmliche Eurocheque-Karten mit Magnetstreifen zum Einsatz.

Ausgewählte Verkaufsstellen im Raum Zürich sollen im Laufe des Sommers 1987 an den "Electronic Funds Transfer at Point Of Sales" (EFT/POS) angeschlossen werden. Die Elektronische Zahlung an der Ladenkasse gibt den Konsumenten die Möglichkeit, ohne Bargeld Waren und Dienstleistungen zu bezahlen. Die Belastung erfolgt direkt auf dem Konto des Kunden.

Für Planung, Realisierung und Betrieb des EFT/POS-Systems ist die Zürcher Telekurs AG verantwortlich. Nach der ersten Etappe will sie stufenweise den Betrieb auf die übrigen Landesteile ausdehnen. Die beteiligten Ladengeschäfte werden über Telepac oder Mietleitungen mit der Zentrale des Systems verbunden sein. Dort werden die einzelnen Geschäfte auf Transaktionsfiles gesammelt. Das Clearing mit den beteiligten Banken erfolgt täglich.

Der Inhaber eine Eurocheque-Karte braucht an der Ladenkasse weder Ausweis noch Unterschrift. An deren Stelle tritt ein persönlicher Code, der wie beim Bargeldbezug am Bancomat eingegeben werden muß. Das tägliche Limit beträgt 1000 Franken. Für den EFT/POS-Betrieb waren in einer früheren Phase intelligente Chip-Karten im Gespräch. Nun haben sich die Banken für den Einsatz herkömmlicher Plastikkarten entschieden. Von der ausgewählten Eurocheque-Karte sind bereits eine Million Exemplare im Umlauf.

Es sei vorgesehen, neben der Eurocheque-Karte auch andere mit Magnetstreifen ausgerüstete Plastikkarten zuzulassen, heißt es im Communiqué der Telekurs AG. Damit ist nicht ausgeschlossen, daß Kreditkarten in den EFT/POS-Betrieb einbezogen werden. Eine Koexistenz der Systeme sei möglich, sagte ein Telekurs-Sprecher. Die Kreditkarten seien zwar eher für das obere Segment der Geschäfte gedacht, die EC-Karte hingegen sei eine "Massen- und Multifunktions-Karte".

Über die Zahl und die Art der Unternehmen, die in der ersten Phase beim EFT/POS-Betrieb mitmachen, wurden noch keine Angaben gemacht.