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07.03.2006

Bekommt SAP doch noch einen Betriebsrat?

Obwohl die Mehrheit der SAP-Beschäftigten in Deutschland dagegen ist, wollen die Befürworter mit Hilfe der IG Metall weiter darum kämpfen.

Von den 5632 Wahlberechtigten, die sich an der Betriebsvollversammlung am 2. März beteiligt hatten, haben gerade einmal 509 für die Wahl einer Arbeitnehmervertretung gestimmt. Das entspricht rund neun Prozent. Um einen Vorstand für mögliche Betriebsratswahlen aufzustellen, wäre eine einfache Mehrheit notwendig gewesen.

Mit der jüngsten Abstimmung ist bereits zum wiederholten Mal der Versuch zumindest vorläufig gescheitert, beim größten deutschen Softwarehersteller eine Arbeitnehmervertretung einzurichten. Drei Mitarbeiter hatten in den vergangenen Wochen mit Unterstützung der IG Metall für dieses Vorhaben geworben. Als Gründe nannten sie die steigende Arbeitsbelastung und einen daraus resultierenden nötigen Schutz der Angestellten vor dem Arbeitgeber und sich selbst.

SAP-Gründer stellt Standortfrage

Doch diese Argumente fanden bei den SAP-Kollegen nur schwache Resonanz. Man verdiene gutes Geld und wolle seine Arbeitszeit weiterhin selbst einteilen, so der Tenor.

Diese Äußerungen sind Wasser auf die Mühlen von Dietmar Hopp. Der SAP-Mitgründer hatte während der vergangenen Wochen öffentlichkeitswirksam vor dem geplanten Betriebsrat gewarnt. Sollte es dazu kommen, sei sogar der Standort Deutschland in Frage gestellt, drohte er unverhohlen im Vorfeld der Betriebsversammlung. Mit einem von den Gewerkschaften gesteuerten Betriebsrat könne sich der Konzern möglicherweise nicht mehr im globalen Wettbewerb behaupten.

Trotz der Abstimmungsniederlage wollen die wenigen Befürworter weiter für einen Betriebsrat kämpfen. Mittlerweile ist beim Arbeitsgericht in Mannheim einer Mitteilung der IG Metall zufolge ein Antrag eingegangen, der die Einsetzung eines Wahlvorstandes für Betriebsratswahlen erzwingen soll. (ba)