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10.10.2006

Benq-Mobile-Verkäufe liegen auf Eis

T-Mobile und Vodafone wollen Handy-Gewährleistung geklärt wissen.

Die Mobilfunktochter der Deutschen Telekom will vorerst keine Handys mehr vom insolventen Telefonhersteller beziehen. Der Netzbetreiber möchte zunächst wissen, ob es künftig Ersatzteile für diese Produkte gibt. Auch Vodafone hat Bestellungen bei Benq Mobile eingefroren und wartet nun ab, was sich aus Gesprächen mit dem Insolvenzverwalter Martin Prager ergibt.

Unklar ist ferner, wer für die Gewährleistung der Handys aufkommt, da auch Inservio, die After-Sales-Tochter von Benq, pleite ist. Sie leistet Support für Handy-Nutzer und kümmert sich im Rahmen der zweijährigen Gewährleistung um Reklamationen. Spekulationen, Siemens sei verpflichtet, die Gewährleistung sicherzustellen, wies der Konzern zurück. Da Benq und nicht Siemens die Geräte verkauft habe, müsse auch das taiwanische Unternehmen für die Gewährleistung sorgen.

Keine Auffanggesellschaft

Die Münchner traten ferner der Vermutung entgegen, der Konzern werde eine Auffanggesellschaft für die von Entlassung bedrohten Mitarbeiter von Benq Mobile gründen. Man sei lediglich bereit, eine Qualifizierungs- und Beschäftigungssparte zu unterstützen, die jedoch nicht im eigenen Hause sondern bei Benq Mobile eingerichtet werden solle.

Entgegen ursprünglichen Vermutungen verfügt die insolvente Firma Benq Mobile über zahlreiche Patente, und zwar ins- gesamt 1600 der 2000. Nach Angaben des Insolvenzverwalters Prager sind lediglich 250 Schutzrechte in den Besitz der taiwanischen Firma Benq übergegangen. Weitere 150 können beide Gesellschaften gemeinsam nutzen.

Zwar hat der Handy-Bauer damit mehr Substanz als ursprünglich bekannt war, doch ändert auch dies die Situation der Firma kaum. Es dürfte dem Insolvenzverwalter schwer fallen, die Firma als ganzes zu veräußern. Eher wahrscheinlich ist eine Zerschlagung des Unternehmens.

Unterdessen haben die Taiwaner ihre Geschäftszahlen veröffentlicht. Der Umsatz sackte - die insolvente Mobilfunksparte nicht eingerechnet - um zehn Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum ab. Im Vergleich zum Quartal zuvor ließen die Verkäufe sogar um etwa 20 Prozent nach. (fn)