Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

19.02.1988

Benutzer beklagen weiterhin mangelnde Integrationsmöglichkeiten:Bürosysteme öffnen sich nur langsam

Wie steht es um die Offenheit Ihres Bürosystems? Zu diesem Thema befragte die COMPUTERWOCHE sechs Anbieter solcher Produkte und ebenso viele Anwender. Erwartungsgemäß gelang es den Herstellern besser, die offene Bürokommunikation als heile Welt darzustellen. Schließlich konnten sie sich ja auch von ihrer Schokoladenseite zeigen, indem sie die jeweils von ihnen realisierten Kommunikationsmöglichkeiten in den Vordergrund rückten. So zum Beispiel die Münchner Digital Equipment GmbH, die mit den OSI-Produkten VAX-P.S.I. (Packetnet), VAX Vots als Transportservice und VAX Osak (Application Kernel) aufwarten kann. Daraus den Schluß abzuleiten, es handele sich bei den Statements um eine nur ausschnitthafte Darstellung, ist dennoch falsch. So sind alle sechs Anbieter in der Lage, Offenheit und Transparenz in der Bürokommunikation an Hand von einheitlichen .Standards zu demonstrieren. Als übergreifende und Multivendor-Fähigkeit garantierende Normen werden in diesem Zusammenhang immer wieder X.400, DCA/DIA und TCP/IP oder einschlägige Übergänge genannt. Reinrassige ISO/ OSI-Protokolle befinden sich allerdings noch in der Minderzahl.

Während sich die Hersteller einstimmig zu offenen Standards bekennen, beklagen die Benutzer zum Teil mangelnde Konnektivität und Kompatibilität. Der Automobilhersteller BMW aus München kommt zu dem Ergebnis, daß auch für die nähere Zukunft eher mit Gateways zu den ISO/OSI-Protokollen als mit komplett auf der Basis dieser Standards neu entwickelter Produkte zu rechnen sei. Defizite macht auch der Kölner Gerling-Konzern aus - insbesondere beim Netzwerkmanagement, wo es "trotz erster Ansätze wie bei MAP noch nicht gelingt, Geräte unterschiedlicher Hersteller zu steuern". Im Zusammenhang mit ISDN moniert das Unternehmen die fehlende Integration bei der Verkabelung. Probleme tauchen ganz generell eher in Fällen auf, wo die Anwender Mixed-Hardware einsetzen. Außerdem - und hier muß man wohl eher dem Benutzer selber den Schwarzen Peter zuschieben - ist der Kenntnisstand in Sachen "offene Standards" oft niedrig oder bruchstückhaft. Vor diesem Hintergrund erscheinen dann die Lösungen der Hersteller als sophisticated und nicht an der derzeitigen Unternehmensrealität orientiert.