Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

19.05.2000 - 

Erste Ergebnisse des Projekts Biotrust vorgestellt

Benutzer bewerten biometrische Verfahren durchaus positiv

BERLIN (CW) - Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) hat erste Ergebnisse zur Akzeptanz von biometrischen Verfahren in der IT vorgelegt. Im Rahmen des vom BMWi geförderten Projekts "Biotrust" wird geprüft, inwieweit diese Methoden die klassischen Passwörter und persönlichen Identifikationsnummern (PINs) ablösen können.

Im Rahmen von Biotrust wird zurzeit untersucht, inwieweit die Nutzer biometrische Verfahren akzeptieren. Ferner eruieren die Beteiligten, wie Daten- und Verbraucherschutz berücksichtigt werden können und wo noch Forschungs- und Entwicklungsbedarf besteht. An dem Projekt sind der Teletrust Deutschland e.V., die S-Finanzgruppe der Sparkassen, die Fachhochschule Gießen-Friedberg, der Datenschutzbeauftragte Schleswig-Holsteins und die Arbeitsgemeinschaft der Verbraucherverbände sowie verschiedene Biometrie-Anbieter beteiligt.

Bereits jetzt zeichnet sich laut BMWi ab, dass entgegen weit verbreiteten Überzeugungen Fingerabdruck-Verfahren von den Benutzern sehr positiv bewertet werden. Auch Gesichts- und Iriserkennung treffen auf Zustimmung. Kritisiert wurde dagegen häufig, dass die Identifizierung zu lange dauerte. Nicht geklärt seien auch Fragen zur behindertengerechten Gestaltung, zur Auslösung eines Notalarms, zu Alternativlösungen bei Verletzungen und zum kryptografischen Schutz der biometrischen Daten.

Aufbauend auf der jetzt abgeschlossenen Vorphase, sollen im Hauptteil des Projekts verschiedene Biometrie-Verfahren standardisiert und die bisherigen Benutzeruntersuchungen durch einen breit angelegten Feldversuch ergänzt werden. Darüber hinaus ist in den Augen des BMWi noch zu klären, inwieweit rechtliche Rahmenbedingungen wie etwa zur digitalen Signatur an die Möglichkeiten der Biometrie anzupassen sind.

Das Ministerium zielt im Rahmen des Aktionsprogramms "Innovation und Arbeitsplätze in der Informationsgesellschaft des 21. Jahrhunderts" darauf ab, für mehr Sicherheit und Verlässlichkeit im E-Commerce zu sorgen und die Entwicklung und Erprobung neuer IT-Sicherheitstechnologien voranzubringen. Angesichts der stark wachsenden Computerkriminalität und insbesondere des Betrugs mit Geldkarten sowie der zunehmenden Hacker-Angriffe im Internet sei dies erforderlich.