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Verein für Konsumenteninformation warnt:


27.04.1984 - 

Benutzer werden mit Btx ausgehorcht

WIEN (apa) - Mit geschickt aufgebauten Computerspielen, die über Btx abgerufen werden, ist es möglich, den Teilnehmern ohne deren Wissen persönliche Daten zu entlocken. Dabei hilft es auch nichts, wenn die Benutzer ohne Angabe ihrer Teilnehmernummer, also "anonym", in das System einsteigen.

Um Probleme dieser Art auszuschalten, sprach sich Dr. Fritz Koppe, Geschäftsführer des Vereins für Konsumenteninformation, für eine Teilung des künftigen öffentlichen Btx-Betriebes in drei Bereiche aus. Ein öffentlicher Informationsdienst, der komplett werbefrei sein soll, allgemeine Informationen wie Wetterbericht und Arbeitsmarktservice sowie schließlich den eigentlichen Btx-Dienst, der von Btx-Anbietern aus der Wirtschaft getragen wird. Werbung sollte nur in den beiden letztgenannten Bereichen möglich sein.

Um den Abrufer, also den privaten Btx-Teilnehmer, vor Datenmißbrauch zu schützen, sollte dieser nach Werbeankündigungen stets eine gesonderte Bestellseite aufsuchen müssen. Erst dann, so Dr. Koppe, dürfe ein Eintippen der persönlichen Daten möglich sein.

Das Datenschutzproblem bei Btx-Spielen läßt sich nach Ansicht von Dr. Koppe mit einem Gerät wie Mupid lösen. Dieses ermögliche, ein Computerprogramm in den Speicher des Teilnehmergeräts hereinzuholen und es abzuspielen, ohne daß die Telefonverbindung zum Btx-Computer weiterhin aufrechterhalten werde. Die kürzlich erfolgte Ankündigung von Mitarbeitern des Instituts für Publizistik der Universität Wien, daß sich Btx ideal für Blitzerhebungen der Markt- und Meinungsforscher einsetzen lasse, zeige die Notwendigkeit eines Btx-Gesetzes.