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19.01.1996 - 

Komponenten fuer Fast-Ethernet- und ATM-Switching

Beobachter erwarten umfassende Produktankuendigung von Big Blue

Mit den juengsten Entwicklungen beabsichtigt Big Blue, Anwendern zu mehr Bandbreite in ihren Netzwerken zu verhelfen. Ziel ist, die Migration von herkoemmlichen Ethernet- und Token- Ring-LANs mit 10 Mbit/s beziehungsweise 16 Mbit/s hin zu Switching-Loesungen zu unterstuetzen. Dabei werden pro Port dedizierte Bandbreiten von 10, 16, 25 oder 100 Mbit/s gewaehrleistet. Obwohl die Ankuendigungen zur Comnet als sicher gelten, war von IBM keine offizielle Bestaetigung zu bekommen.

Bandbreitengewinn durch 25-Mbit/s-ATM

In Washington wird IBM zum Beispiel ein ATM-Modul fuer den Multiprotokoll-Switching-Hub "Nways 8260" vorstellen, der ueber eine Transferrate von 25 Mbit/s sowie zwoelf Ports verfuegt. Das Konzentrator-Modul erlaubt dem Switch, zahlreiche 25-Mbit/s- Datenpakete zu buendeln und dann ueber schnellere Verbindungen vom 8260-Hub zum ATM-Backbone zu senden. Analysten raeumen IBM mit dem 25-Mbit/s-ATM gute Chancen ein, weil die Komponenten im Vergleich zu den 155-Mbit/s-Erzeugnissen preiswerter sind und noch keine Ueberdimensionierung der Bandbreite zum Desktop hin darstellen.

Fuer den Multiprotokoll-Hub 8260 wird IBM, so Insider, ferner 155- Mbit/s schnelle ATM-Einschuebe fuer Unshielded-Twisted-Pair- sowie Shielded-Twisted-Pair-Verkabelung praesentieren. Darueber hinaus soll fuer den Switching-Hub ein remotes Monitoring angeboten werden, das Administratoren ueber SNMP-Informationen hinaus Daten ueber die Auslastung des Knotens liefert.

Die IBM schlaegt sich in das Fast-Ethernet-Lager

Auf der Comnet soll ferner das Geheimnis um den ATM-Switch mit dem Codenamen "Gatwick" gelueftet werden. Hinter der Bezeichnung verbirgt sich kuenftig der "Workgroup Switch 8285". Marktbeobachter sehen darin ein strategisches Produkt, weil es die kostspielige ATM-Switching-Technik mit weniger teuren und langsameren ATM- Verbindungen zum Desktop vereint. Der 8285 wird naemlich sowohl mehrere 25-Mbit/s-Ports fuer PCs als auch 155-Mbit/s-Links, die zur Verbindung mit Servern und Backbones dienen, unterstuetzen.

Die Experten erwarten in Washington ferner Modifikationen am "8250 Intelligent Hub", den IBM gemeinsam mit Chipcom entwickelt hat. Das Midrange-Produkt soll um ein 24-Port-Ethernet-Modul sowie zusaetzliche Management-Features fuer den Token Ring ausgestattet werden.

Selbst im Bereich von Fast Ethernet, wo sich Big Blue bisher sehr bedeckt hielt, rechnen Analysten fuer die Comnet mit einer Ankuendigung. Inoffiziellen Angaben zufolge wird das Unternehmen auf der Messe in der US-Hauptstadt einen Stand-alone-Switch vorstellen, der Fast-Ethernet-Ports enthaelt. IBM wuerde damit der wachsenden Nachfrage am Markt fuer Fast-Ethernet-Produkte Rechnung tragen und das Geschaeft nicht allein Anbietern wie Bay Networks, 3Com, Networth, SMC etc. ueberlassen. Big Blue hat vor Jahren noch den 100VG-Anylan-Ansatz zusammen mit Hewlett-Packard forciert und als Standard im IEEE durchzu-setzen versucht. Nachdem dies nicht gelang, war die IBM dann von ihrem urspruenglichen 100-Mbit/s- Ethernet-Kurs abgewichen und trieb die Entwicklung von 25-Mbit/s- ATM voran.