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11.07.1986

Beobachter zweifeln am Erfolg der Aktion:IBM puscht Festplatten für OEMs

LONDON (CW) - IBM will sich, einem Bericht des britischen Branchenblattes Computergram zufolge, wieder stärker im OEM-Geschäft mit Festplatten engagieren. Bei der National Computer Conference in Las Vegas zeigte sich dies in verstärkten Bemühungen, die Aufmerksamkeit auf ihre Speicherplatten-Produktlinie zu lenken.

Auf der Messe zeigte Big Blue die neue Dünnfilmplatte 9335 mit 14 Zoll Durchmesser und 855 Megabyte Fassungsvermögen ebenso wie auch die 8-Zoll-Laufwerke 9332 mit Kapazitäten von 200 beziehungsweise 400 Megabyte. IBM verwendet IPI-Interfaces für die Systeme 36 und 38, plant jedoch laut Computergram, für den OEM-Markt SCSI-Schnittstellen anzubieten.

Weiter bietet der Branchenriese die 20 Megabyte fassende 3?-Zoll-Winchester an, die das Unternehmen in Japan entwickelt hat und dort auch produziert. Diese Platte wird bisher in japanischen PC-Versionen angesetzt, in europäischen und amerikanischen Baumustern ist sie nicht zu finden.

Sieht man von einigen großen Lieferverträgen für 3380-Laufwerke an Honeywell, Siemens und Britton-Lee einmal ab, so zeigten IBMs Anstrengungen im OEM-Markt mit Festplattenlaufwerken bisher sehr wenig Erfolg, stellt Computergram fest und führt als Beispiel die Flops mit dem 8-Zoll-Laufwerk "Piccolo" und der 3,9-Zoll-Diskette an, die mangels Nachfrage ,.vom Markt gefegt" worden sei.

Beobachter stellen in Frage, ob das Unternehmen diesmal mehr Erfolg verbuchen könne. IBMs "pathologische Geheimnistuerei" verstoße gegen alle Konventionen im OEM-Geschäft, wo die Käufer die Produktpläne seines Lieferanten zwei bis drei Jahre im Voraus erwarteten und auch bekämen. Außerdem schrecke der Marktführer potentielle Kunden durch seine Weigerung ab, OEM-Preise zu nennen. Stattdessen behaupten die IBM-Vertriebsleute, sie hätten keine derartigen Preislisten und bezifferten lediglich die Enduserpreise.