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14.12.1979 - 

Der Schritt in die Datenverarbeitung

Beratung: Erfolgsgarantie exklusive

MÜNCHEN (CW) - Die Entscheidung EDV stellt für das Unternehmen ein hohes

Risiko dar. Für den Neuling kann der Schritt zum Berater einen Ausweg aus dem Informationsdilemma bedeuten. Doch auch der Consulter nimmt dem Unternehmer nicht die wirtschaftliche Verantwortung ab.

Die Einführung von EDV hat schon manchem Unternehmen schwer zu schaffen gemacht. Gerade die Leiter mittlerer Unternehmen, so ist von seiten der Unternehmensberater zu hören, richten dabei ihr Augenmerk oft nur auf Teilbereiche der betrieblichen Organisation. Voraussetzungen für die Auswahl einer geeigneten Anlage sind aber, so Günther P. Brussmann vom EDV-Benutzerverband, Pfreimd, eine genaue Analyse des gesamten Unternehmens, des bisherigen Standes der Automatisierung und eine präzise Beschreibung der Anforderungen, die die EDV erfüllen soll. Das zukünftige Konzept muß in Hard- und Software-Struktur genau geplant werden. "Kleinere Unternehmen beraten wir direkt, wobei wir versuchen, Erfahrungen aus der Branche weiterzugeben" erklärt Brussmann. Am liebsten vermittle er den potentiellen Neuling an einen EDV-erfahrenen Berufskollegen, um einen Erfahrungsaustausch zu ermöglichen.

"Weil die Investitionsentscheidung EDV von der Größenordnung her so bedeutend für das Unternehmen ist, sollte man versuchen, auf der richtigen Seite zu gehen", erklärt Otto Ziehm vom bayerischen RKW, München.

Entscheidungsträger überfordert

Er ist der Meinung, daß gerade bei kleineren Unternehmen der Entscheidungsträger in aller Regel überfordert ist. Lektüre, Messen und die Information von seiten der Hersteller verwirrten ihn mehr, als ihn aufzuklären. "Mit dem Gefühl, daß EDV langsam auch für den eigenen Betrieb etwas wäre", wendeten sich die Unternehmen an das RKW, um vor Ort mit einem herstellerneutralen Fachmann zu sprechen. An das kostenlose Vorgespräch könne sich eine Beratung durch freiberufliche Spezialisten anschließen, die das Bundeswirtschaftsministerium und das Wirtschaftsministerium des Landes bezuschussen.

Auch Herbert Meister, Referent für gewerblichen Rechts- und Datenschutz beim Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) e. V., Köln, rät, EDV nicht ohne Leute einzuführen, die sich damit auskennen und die das Unternehmen studiert haben. Im anderen Falle drohe, daß sich die Organisation der EDV anpassen müsse, was dem Unternehmen nicht unbedingt bekomme.

Helmut Runde von der Nixdorf Computer AG, Paderborn, vertritt die Ansicht, der Schritt zum Berater hänge vom Kenntnisstand des Entscheidungsträgers und dem Zutrauen in seine Fähigkeiten ab. Die Berater, die Nixdorf stelle, seien qualifiziert und könnten den Kunden in seiner eigenen Sprache erreichen. Durch das Gespräch mit Vertretern mehrerer Hersteller lerne der Newcomer die unterschiedlichen Lösungsangebote zu vergleichen und zu beurteilen. Von seiten der Unternehmensberater wird dem entgegengehalten, daß bei einer globalen Analyse jeder Hersteller verspricht, eine geeignete Lösung zu liefern. Der Anwender werde aber dann mit seiner Entscheidung alleine gelassen. Der Berater versuche, eine vom wirtschaftlichen Gesichtspunkt der optimale Lösung zu empfehlen, was auch bedeuten könne:

"Mach von Hand weiter oder nutze die Leistungen eines Rechenzentrums." Beim Hersteller dagegen zähle allein der Umsatz.