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07.02.2005

Berichtswesen ohne Grenzen

Information Builders vereint operative Systeme mit Business Intelligence.

Der Ansatz einer operativen Business Intelligence (BI) steht seit langem im Mittelpunkt der Produktstrategie des New Yorker Softwareherstellers. Ursprünglich im Mainframe-Umfeld entstanden wandelte sich die Berichtssoftware von Information Builders zur Client-Server-Lösung und wird heute mit Web-basierender Architektur als "Webfocus" vermarktet. Das Angebot ist eine Suite aus BI-Werkzeugen für den Aufbau horizontaler Lösungen. Über standardisierte APIs für Java-Anwendungen und Web-Services soll sich das System besser integrieren und erweitern lassen. Anders als die Konkurrenz kann das Unternehmen dank seiner Historie mit über 250 nativen Adaptern aufwarten, die viele Hersteller per OEM-Abkommen nutzen. Allein die SAP nutzt derzeit 37 Adapter für ihre Integrationsplattform "Netweaver". Zudem entstehen zur Zeit mit den "Service-Adaptern" Integrationsdienste, die sich über Schnittstellen wie JCA, XML, EDI, Message Queues und Web-Services ansprechen lassen und ihrerseits Anwendungslogik aufrufen oder verändern können.

Über 200 Adapter sollen Systemintegration erleichtern

Die über den Unternehmensbereich Iway vertriebenen Adapter und Transformations-Engines lassen sich gegen Aufpreis mit Webfocus nutzen oder sind Teil der Produktarchitektur. Daneben bietet der Hersteller auch Tools für Online Analytical Processing (Olap) und klassisches BI-Reporting sowie zur Extraktion, Transformation und dem Laden von Daten an. Hinzu kommt ein kürzlich vorgestelltes Framework zum Aufbau von Balanced Scorecards. Der Fokus bleibe aber laut Gerald Cohen, Gründer und Chief Executive Officer von Information Builders, auch künftig beim Massenberichtswesen. Management-Ansätze wie Corporate-Perfomance-Management mit ihrem Fokus auf Planung und Konsolidierung wolle man in erster Linie durch eine technische BI-Infrastruktur unterstützen. Für März ist zudem Version 7 von Webfocus geplant. Sie verheißt eine engere Integration zwischen Iway-Technik und dem Berichts-Server, mehr Features zur automatisierten Verwaltung von Server-Clustern, eine umfassendere Office-Integration sowie Publishing-Funktionen, mit denen sich Magazine oder zusammengesetzte Dokumente nach Empfängern zusammenstellen und verteilen lassen. "Das kann Firmen Millionen Dollar sparen", wirbt Cohen.

Neben alteingesessenen Anbietern wie Information Builders oder Actuate haben in der letzten Zeit auch BI-Hersteller wie Cognos oder Microstrategy ihr Portfolio in Richtung operatives BI erweitert, gilt dieses Marktsegment doch dank der hohen Nutzerzahlen und steigenden Nachfrage als lukrativ.

Massenberichtswesen mit hohen Anforderungen

In der Praxis dienen solche Lösungen zum Aufbau eines Massenberichtswesens, das neben historisierten Informationen aus einem Data Warehouse auch operative Systeme als Datenquellen direkt einbinden kann. Geschäftsinformationen lassen sich so bei Eintritt eines Events in den Unternehmensanwendungen auch kurzfristig erfassen, vielseitig formatieren und als Bericht einer meist größeren Zahl von Berichtskonsumenten bereitstellen. Eine hohe Skalierbarkeit der BI-Software, intelligente Abfragemechanismen sowie eine performante Datenintegration sind technisch die Voraussetzung für solche Lösungen. Auf der Präsentationsschicht sind eine flexible Aufbereitung in gängigen und benutzerdefinierten Formaten sowie ebenso gefordert wie die Integration in Benutzeroberflächen wie Browser, Portal, Excel etc.

Laut Cohen sei die versprochene Skalierbarkeit der Konkurrenzprodukte bis heute aber unbewiesen. "Wir haben Kunden mit über 100 000 Benutzern. Das ist etwas anderes, als 25 Analysten mit Berichten zu versorgen", sagte der Manager. Es sei auch ein großer Unterschied, ob die Lösungen in einem Intra- oder Extranet oder über das öffentliche Internet mit schwankenden Anforderungen und potenziell größeren Benutzergruppen im Einsatz seien. So müsse beispielsweise der Kunde und Online-Broker Pershing derzeit 37000 Agenten (künftig 60000) mit Informationen über Aktienverkäufe (Trade Settlements) in weniger als fünf Sekunden versorgen können.