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08.09.2000 - 

Mobile Devices/Feldversuch im öffentlichen Nahverkehr

Berliner und Brandenburger testen elektronische Tickets

Als Smartcard-Pilotprojekt testeten die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) den elektronischen Fahrschein im öffentlichen Nahverkehr.

Am 1. Oktober 1999 startete zunächst ein Feldversuch. Rund 27000 Personen, die von der BVG ausgewählt wurden, sammelten erste Erfahrungen mit dem elektronischen Fahrausweissystem "tick.et" im Testgebiet. Erstmalig in Deutschland konnte der elektronische Fahrschein für die Benutzung von U-Bahn-, S-Bahn- und Buslinien eingesetzt werden. Initiiert haben die Chipkarten-basierende Systemlösung Motorola und das Partnerunternehmen ERG Limited. Künftig soll das elektronische Ticket den klassischen Papierfahrschein ersetzen. Die Fahrgäste bezahlen ihre Fahrkarteneinheiten bar oder bargeldlos an Ticket-Schaltern oder mobilen und stationären Automaten, wobei die Werteinheiten analog einer elektronischen Geldbörse auf den acht mal fünf Zentimeter großen Chipkarten gespeichert werden. An Check-In/Check-Out-Terminals melden sich die Fahrgäste jeweils im Verkehrssystem an und wieder ab. Das lästige Suchen nach dem richtigen Tarif entfällt, denn der jeweils richtige Fahrpreis wird automatisch für die gefahrene Strecke berechnet. Im Feldversuch zahlten die Tester einen Festbetrag.

Nach den guten Erfahrungen mit dem Pilotprojekt will man in und um Berlin bis Ende 2002 ein multifunktionales Ticketing-System errichten, das auch neue Tarifmodelle berücksichtigen soll. So können zum Beispiel zeit- und entfernungsabhängige Tarife eingeführt werden. Zurzeit errichtet Motorola an der Technischen Universität Berlin (TU Berlin) das Campus-Card-System, mit dem sich Angebote der Universität und des öffentlichen Personen-nahverkehrs (ÖPNV) mittels einer Chipkarte wahrnehmen lassen.

Für die Wirtschaft ist das elektronische Ticketing von großer Bedeutung. Durch das Berliner System kann wertvolles Know-how gesammelt werden, das als Grundlage für die künftige Entwicklung vergleichbarer Lösungen für andere Großstädte dienen soll.