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27.03.2007

Bertelsmann-Tochter kauft fünf Call-Center der Telekom

Im Zuge der Übernahme wechseln rund 1100 Mitarbeiter von Vivento zur Arvato-Gruppe .

Wie die beiden Unternehmen bekannt gaben, gehen die Vivento-Standorte Rostock, Neubrandenburg, Potsdam, Erfurt und Stuttgart Anfang Mai an den Mediendienstleister des Bertelsmann-Konzerns, Arvato, über. Details zu dem Deal wurden nicht genannt. Die Deutsche Telekom erklärte lediglich, sie unterstütze den Betriebsübergang mit einer langfristigen Auftragszusage, um die Arbeitsplätze außerhalb des Konzerns zu sichern.

Wie das "Handelsblatt" im Vorfeld berichtet hatte, bietet Bertelsmann den Mitarbeitern, die von der Telekom-Beschäftigungsgesellschaft Vivento Customer Services zu Arvato wechseln, eine Jobgarantie bis 2008. Sie müssten sich allerdings im Gegenzug auf niedrigere Gehälter einstellen. Genannt wird ein Mindestlohn von 25000 Euro pro Jahr, der aufgrund des Preisdrucks in der Branche - zumindest in Ostdeutschland - schon als gutes Einkommen gilt.

Verkauf macht Schule

Bereits im Dezember hatte der Bonner TK-Konzern seine Ser- vice-Center in Aachen, Dresden, Halle, Lübeck und Magdeburg verkauft. Per Betriebsübergang wechselten damals rund 650 Mitarbeiter zu Walter Comcare, einem Unternehmen der Walter Services. Anfang April gehen auch die Standorte Cottbus und Suhl mit rund 400 Mitarbeitern an Walter Comcare. In beiden Fällen gab die Telekom eine fünfjährige Auftragsgarantie.

Konsequenter Personalumbau

Mit dem Verkauf von Call-Centern kommt die Telekom ihrem Ziel einen Schritt näher, bis Ende 2008 ohne betriebsbedingte Kündigungen 32000 Stellen abzubauen, um die Kosten zu senken. Allein bei Vivento sollen 7000 Stellen wegfallen.

Die Gewerkschaften stemmen sich gegen die Auslagerungsstrategie des TK-Riesen. Die Telekom komme im Service nicht mehr nach, schimpfte unlängst Verdi-Vorstandsmitglied und Telekom-Aufsichtsrat Lothar Schröder und forderte ein Ende des Personalabbaus.

Der neue Festnetzchef Timotheus Höttges sieht indes in den Auslagerungen keinen Widerspruch zu der neu heraufbeschworenen Servicekultur. Man wolle sich vielmehr auf die Kernaufgaben konzentrieren, erklärte Höttges unlängst auf einer Veranstaltung. (mb)