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31.08.2001 - 

Karrierewege

Berufsakademie und dann?

Steffen Schachtler, 27, ist ein Beispiel für viele Absolventen einer Berufsakademie (BA), die nicht in die oberste Firmenetage wollen. An die Stelle des traditionellen Karrierebegriffes, der sich nach Verdienst und Personalverantwortung bemisst, tritt bei ihm der Wunsch, sich fachlich weiterzuentwickeln, wenn nötig auch mit einem Zusatzstudium. Von CW-Mitarbeiterin Bettina Wirth

Schachtlers Lebenslauf beweist, dass sich BA-Kandidaten im Gegensatz zu Universitätsstudenten früh beruflich festlegen müssen, sich mit dieser Entscheidung aber nichts verbauen. Schachtler entschied sich bereits in der zwölften Klasse Gymnasium für einen BA-Studiengang und bewarb sich erfolgreich bei der Alcatel SEL AG, Stuttgart. Zunächst absolvierte er in drei Jahren das Informationstechnik-Studium an der BA in Stuttgart. Anschließend arbeitete er weiterhin für sein früheres Ausbildungsunternehmen. Er stieg in den Personalbereich ein und stellte dort fest, dass er seine technischen Kenntnisse noch um das kaufmännische Know-how ergänzen möchte. Deshalb entschied sich der Diplomingenieur für ein zusätzliches Master-Studium an der Open University in London. Die Berufsakademien unterstützen Aufbaustudiengänge wie den Master of Business Administration (MBA) organisatorisch und finanziell.

Ein MBA parallel zum Beruf zu absolvieren ist kein Honigschlecken. Von Montag bis Donnerstag wird voll gearbeitet, freitags und samstags ist in Management- und Bilanzierungsseminaren Präsenz gefragt. Zum MBA gehört auch ein dreimonatiger Auslandsaufenthalt. Schachtler kam in der Pariser Konzernzentrale von Alcatel im Personalwesen zum Einsatz. Dort wurde gerade eine Datenbank zur weltweiten Personalentwicklung geschaffen. Begeistert berichtet er: "Es herrschte eine richtige Startup-Kultur in der Abteilung."

Statt drei blieb er sechs Monate in Paris und kehrte später in die Seine-Metropole zurück, um weiter an dem Projekt zu arbeiten. Gleichzeitig absolvierte er im Fernstudium die letzten Leistungsnachweise für seinen Master-Studium. Seit April 2001 hat er den MBA in der Tasche. Zurzeit ist weltweite Personalentwicklung noch sein Lieblingsthema, aber Schachtler will nicht ausschließen, dass er sich bald wieder auf ein völlig neues Betätigungsfeld stürzen wird.