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14.03.1997 - 

Rundgang

Besser einen PDA in der Hand als einen PC auf dem Dachboden

Das bereits auf der Comdex Fall 1996 in Las Vegas erstmals vorgestellte neue "Windows CE", ein Kompakt-Betriebssystem für Handheld-Rechner, präsentiert Microsoft (Halle 2, Stand D02) nun erstmals auch hierzulande. Außer einer an Windows 95 angelehnten Optik und Benutzerführung gehören zum Lieferumfang von Windows CE speziell angepaßte Versionen von Word ("Pocket Word") und Excel ("Pocket Excel"), für den Zugang zu E-Mail und Internet dienen "Pocket Mail" und der "Pocket Internet Explorer".

Die passende Hardware ist allerdings noch eher dünn gesät. Sowohl Compaq als auch Hewlett-Packard (HP), die entsprechende Handheld-Rechner angekündigt haben, werden zur diesjährigen CeBIT noch keine konkreten Geräte präsentieren.

Dennoch können Interessierte bei Philips (Halle 12, Stand D48) mit dem "Velo" einen ersten lokalisierten CE-Rechner in Augenschein nehmen. Der Kleinrechner arbeitet mit einem "R3910"-RISC-Prozessor von MIPS und verfügt über ein monochromes LC-Display mit 480 x 240 Bildpunkten und Hintergrundbeleuchtung, 2 oder 4 MB Arbeitsspeicher (bis 100 MB ausbaubar, plus 8 MB ROM) sowie ein internes Modem mit einer Geschwindigkeit von 19200 Bit/s. Daneben bietet der Velo eine Infrarot-Schnittstelle nach Irda-Standard und einen "Voice Memo" genannten digitalen Sprachspeicher, in dem sich Mitteilungen von bis zu 16 Minuten Länge unterbringen lassen. Über zwei Standard-PC-Karten-Einschübe können Erweiterungen integriert werden.

Casio (Halle 1, Stand 7E10) zeigt den CE-Handheld "Cassiopeia", allerdings nur in der US-Version. Bisher wurde in der deutschen Niederlassung noch nicht entschieden, wann dieses Produkt hierzulande erhältlich sein soll.

Bei den schon länger auf dem deutschen Markt vertretenen PDAs stehen ebenfalls interessante Neuheiten ins Haus. So präsentiert etwa Sharp (Halle 1, Stand 7A2) mit dem "Color ZR" - in Japan unter der Bezeichnung "Color Zaurus" vermarktet - einen Palmtop-Rechner mit Stifteingabe, der sich mit einem Handgriff in eine digitale Kamera verwandeln läßt. Das Gerät hat ein LC-Display mit 65000 Farben, verfügt über 2 MB Hauptspeicher und eine Infrarot-Schnittstelle. E-Mail- und Internet-Software gehören ebenso zum Betriebssystem des Color ZR wie eine Daten-, Termin- und Adreßverwaltung. Inklusive der digitalen Kamera soll der Minirechner rund 2200 Mark kosten.

Apple (Halle 12, Stand C24), mit seinem "Newton Messagepad" einst Wegbereiter des Personal Digital Assistant, zeigt das neueste Mitglied der Newton-Familie, das "Message Pad 2000". An acht Arbeitsplätzen zeigen deutsche Softwarehäuser ihre Lösungen für das Gerät. Das Message Pad 2000 arbeitet mit einem Strongarm-RISC-Prozessor, der mit 160 Megahertz getaktet ist, und besitzt ein monochromes LC-Display mit einer Auflösung von 480 x 320 Bildpunkten und 16 Graustufen. Der Arbeitsspeicher des Handheld ist 5 MB groß und wird durch weitere 8 MB ROM ergänzt. Das Betriebssystem umfaßt unter anderem eine Textverarbeitung und eine Tabellenkalkulation; E-Mail und ein World-Wide-Web-Browser gehören ebenfalls dazu. Elektronische Post und Faxe lassen sich über optionale Kommunikationslösungen auch drahtlos verschicken und empfangen. Zur Kommunikation dient ebenfalls eine Infrarot-Schnittstelle nach Irda-Spezifikation. Zwei PC-Karten ermöglichen unterschiedlichste Erweiterungen.

Der vor allem durch seine Modems bekannte Hersteller U.S. Robotics (Halle 15, Stand D64) bringt neue Modelle seiner "Pilot"-Serie heraus. Die Geräte beherrschen nun auch E-Mail und können über ein optional erhältliches Aufsteckmodem direkt in Kontakt mit dem heimischen PC treten. Sowohl der "Pilot Personal" als auch der "Pilot Professional" wurden auf vielfachen Kundenwunsch mit einem hintergrundbeleuchteten Display ausgestattet. Der Datenabgleich mit dem Host-PC wird künftig auch über TCP/ IP-basierte Netzwerke und Dial-up-Verbindungen möglich sein. Die neuen Pilots werden weltweit am 10. März präsentiert und sind auf der CeBIT '97 erstmals in Aktion zu sehen.

Psion (Halle 12, Stand D34) zeigt seinen Organizer "Siena" und die High-end-Palmtops der "Serie 3a" und "Serie 3c", die um ein Modell mit hintergrundbeleuchtetem Display erweitert wurde. Im Mittelpunkt der Präsentation sollen praxisorientierte mobile Kommunikationslösungen stehen, etwa Zugriff auf Oracle Mobile Agents. Auch die Psion-Zwerge beherrschen mittlerweile elektronische Post und den Zugriff auf das World Wide Web (WWW) sowie das Empfangen und Versenden von Faxnachrichten.