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18.02.1977 - 

Rechnereinsatz im Hochschulunterricht:

Bessere Noten durch Computerlehrprogramm

GIESSEN - Bessere Klausurergebnisse erzielen Studenten, die an einem Computer-Lehrgang teilnehmnen. Das geht aus Erhebungen hervor, die in den vergangenen zwei Semestern an der Justus Liebig-Universität in Gießen durchgeführt wurden. Seit 1974 werden dort im Rahmen des Modellversuchs "Computereinsatz im Hochschulunterricht" die Nutzungsmöglichkeiten von Rechnern in den Fachgebieten Wirtschaftswissenschaften und Psychologie untersucht. Für die künftigen Wirtschaftswissenschaftler wurde ein Lehrprogramm "Buchung" entwickelt, das großen Zuspruch fand: etwa 70 Prozent der Studenten benutzten es während der drei ersten Semester, insbesondere in der Übungsphase vor Klausuren. Die meisten davon (77 Prozent) sind überzeugt, bei gleicher Übungszeit zu Hause nicht soviel zu lernen: Das Computer-Lehrprogramm stelle eine rationelle Methode zur Bewältigung der Übungen dar.

"Buchung" führt in die kaufmännische Buchführung ein. Durch systematische Erweiterung des Stoffes lernt der Studienanfänger, Buchungsvorgänge vom Inventar bis zum Abschluß selbständig durchzuführen. Das Lehrprogramm ist so aufgebaut, daß es sowohl zu jedem Kapitel der Vorlösung als auch zu Hausarbeiten eingesetzt werden kann. Die Benutzung ist freiwillig wird aber von den entsprechenden Dozenten empfohlen. Den Studenten stehen jeweils für zwei Stunden zehn Siemens-Terminals 8152 zur Verfügung, die im Dialog-Betrieb arbeiten und mit einer 4004/151 an der Pädagogischen Hochschule Darmstadt kommunizieren. Die Technik bereitet keine Schwierigkeiten: In der Regel dauert es nur 20 Minuten, bis die Studenten wissen, wie das Terminal bedient werden muß.

Das neue Lernmedium wurde insgesamt positiv aufgenommen: 80 Prozent der Benutzer erklärten, der technische Aufwand habe sie nicht von den Lerninhalten abgelenkt. 96 Prozent konnte der Computer nicht in Nervosität versetzen und immerhin 81 Prozent der befragten Studenten glauben, daß das Computer-Lehrprogramm ihr fachliches Wissen vertieft habe. Die positive Einschätzung hat sich im Sommersemester 1876 bestätigt. Studenten, die das Buchungsprogramm benutzt hatten, schrieben durchwegs bessere Klausuren als ihre Kommilitonen, die nach der konventionellen Methode gebüffelt hatten: Von durchschnittlich "ausreichend" konnten sich die Studenten auf "befriedigend" verbesern. hz