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19.03.1999 - 

Gastkommentar

Best Practice - für wen eigentlich?

Frank Schiewer, Geschäftsführer der IFS Deutschland GmbH, Aachen

Zauberformeln sind verlockend. Und Best Practice zählt zu den populären. Doch was bringt diese Wahl des bisher erfolgreichsten Verfahrens? Bei Licht betrachtet lediglich das, was andere schon haben. Wettbewerbsvorteile erschließen sich jedoch nur auf neuen Wegen. Die vielversprechendste Strategie ist immer noch die, konsequent die eigenen Stärken zu nutzen: Statt im Strom mitzuschwimmen, verbessern Marktführer die Unternehmensteile, die die größten Potentiale bieten. Dazu bedarf es offener Unternehmenssoftware. Querdenker sollten sich von IT zu unkonventionellen Lösungen inspirieren lassen dürfen, ohne gleich an die Benchmarking-Latte genagelt zu werden.

In der Praxis schützt Best Practice alle die, die das Risiko meiden. Auf Grundlage der Benchmarking-Theorie beschreibt Best Practice Prozesse, die besonders effizient ablaufen. Was effizient ist, wird auf eine bestimmte Situation hin definiert. Anschließend werden sämtliche Hebel in Bewegung gesetzt, um das eigene Unternehmen genauso fit zu machen. Best-Practice-Lösungen werden dann einfach nur übergestülpt. So jedoch können Unternehmen nur gleichziehen, werden sich immer ähnlicher, und das Prinzip Best Practice führt sich selbst ad absurdum.

Wer die Weichen in Richtung Zukunft stellen will, schlägt seinen eigenen Weg ein. Statt über Best Practice nur zu reagieren, sind proaktive Konzepte gefragt. Junge, projektorientierte Branchen wie regenerative Energien, High-Tech-Industrien oder die Dienstleistungswirtschaft rücken in den Vordergrund. Was Best Practice ist, wird täglich neu entschieden. Und auf der Softwareseite können dies nur Lösungen sein, die ein hohes Maß an schnellen Anpassungen erlauben.