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15.11.2002 - 

Personal-Management/Kommentar

Bestraft die Leistungsträger...

Hans Königes Redakteur CW

Sind die Demotivation und die Angst in deutschen Unternehmen mittlerweile so groß, dass sich keiner mehr traut, neue Projekte anzugehen und Entscheidungen zu treffen? Der Verdacht liegt nahe. All die guten Vorsätze, alles, was Manager in guten Zeiten etwa zum Thema Mitarbeiterführung gelernt haben, scheint wie weggeblasen. Ohne Rücksicht auf Verluste sparen die Firmen Kosten, Chefs denken zuletzt an die Mitarbeiter, die zur Manövriermasse degradiert werden. Kein Lob, keine Aufmunterung, kein Lächeln mehr - alles vergessen. Dazu kommt auch der nicht zu unterschätzende monetäre Aspekt. In vielen Unternehmen ist davon die Rede, Prämien zu streichen und Nullrunden einzulegen. Vor allem junge und engagierte Mitarbeiter sind von solchen Rasenmähermethoden enttäuscht.

Jüngst erzählte ein Berater, dass er aufgrund seines großen Engagements und seiner fundierten IT-Kompetenz beim Kunden dafür sorgen konnte, dass für seinen Arbeitgeber schöne Nachfolgeprojekte "rausgesprungen" sind - mit dem Ergebnis, dass er nun schon im zweiten Jahr aufgrund der wirtschaftlichen Situation eine Nullrunde drehen muss. "Das wird meine letzte, dann bin ich weg."

Für viele gute Fach- und Führungskräfte im mittleren Management steht heute schon fest: Wenn es besser wird, wechseln wir den Arbeitgeber. Und das nur, weil das Topmanagement die Leistung seiner Mitarbeiter in Sonntagsreden würdigt, im Tagesgeschäft in puncto Personalarbeit aber versagt und die einfachsten Regeln, die es ja in zahlreichen Seminaren gelernt hat, missachtet. Wer seine Leistungsträger ignoriert, statt sie zu motivieren, braucht sich über deren Weggänge dann nicht zu beschweren. Wie teuer die Floskel "Jeder ist ersetzbar" kommt, zeigt sich, wenn die Leute nicht mehr im Unternehmen sind und das Know-how neu aufgebaut werden muss - zum Beispiel die wertvollen Kundenkontakte.