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16.07.1993

Betriebswirt mit DV-Hintergrund und juristischen Kenntnissen DV-Controller muss Spezialist und Generalist in einer Person sein

Breitgestreute Faehigkeiten und Kenntnisse werden bei einem DV- Controller vorausgesetzt. Sixta Zerlauth* stellt sich unter einem idealen Vertreter des Berufs einen Allrounder vor, der sich als Be-triebswirt versteht, in hohem Masse DV-Spezialist ist und auch die Anforderungen der Revision und des Gesetzgebers kennt.

*Sixta Zerlauth ist Geschaeftsfuehrerin der Kontext Unternehmensberatung fuer Problemanalysen und DV-Einsatz GmbH in Anzing bei Muenchen.

Das Berufsbild des DV-Controllers, der idealerweise dem innerbetrieblich oft gern gesehenen Wunderkind aehnelt, umfasst eine Fuelle breitgestreuter Eigenschaften und Faehigkeiten. Ohne bisher durch eine geregelte Berufsausbildung unterstuetzt zu werden, sollte er oder sie sich durch Studium, Berufserfahrung und berufsbegleitende Weiterbildung dazu qualifiziert haben, als flexibler Management-Begleiter die Planung und Steuerung der betrieblichen Datenverarbeitung zu unterstuetzen.

Gefragt sind hier profunde Kenntnisse in verschiedenen Wissensgebieten. Als Betriebswirt sollte sich der DV-Controller immer dann entpuppen, wenn es um die mit seiner Taetigkeit verbundenen Fragestellungen des Rechnungswesens sowie des dort angesiedelten Controllings an die DV geht.

Als ausgefuchster Datenverarbeiter muss er in Diskussionen mit der Org./DV-Abteilung auftreten. Kenntnisse im Bereich der strategischen Informationsplanung sowie der konkreten Ausgestaltung betrieblicher Informationssysteme duerfen nicht fehlen.

Mit der Hardware vertraut muss er sein, um die im Haus eingesetzen "Boxen" beurteilen zu koennen, langjaehriger Softwerker sollte er gewesen sein, um die Abgruende und Fallstricke der Projektplanung und -verfolgung sowie die grundlegenden methodischen Ansaetze der Software-Entwicklung zu kennen.

Spuerhundinstinkte tun unserem Mann oder unserer Frau gut, da Controlling ja schliesslich mit Kontrolle zu tun hat. Dass er oder sie auch noch ein geruettelt Mass an Juristerei beherrschen sollte, ist schon fast selbstverstaendlich. Vom Gesetzgeber verlangte Grundsaetze der Ordnungsmaessigkeit muessen ebenso vertraut sein wie zum Beispiel die Bestimmungen zum Datenschutz.

Hinzu kommen noch Anforderungen an menschliche Qualitaeten, denn zu guter Letzt muessen noch Eigeninitiative, ein gesundes Mass an Hartnaeckigkeit und Einfuehlungsvermoegen vorhanden sein, um Ideen zu Schwachpunkten und Verbesserungsvorschlaege "verkaufen" zu koennen.

Gibt es Mitarbeiter mit solchen Profilen nun ueberhaupt? Sicherlich in Idealform nicht allzu haeufig. In der Praxis ist jedoch zum Beispiel an den Betriebswirt mit DV-Background zu denken, der im Rahmen einer mehrjaehrigen Berufslaufbahn mit allen genannten Bereichen in Beruehrung gekommen ist. Jedoch sind auch viele andere Ausgangssituationen moeglich. Entscheidend ist letztlich nur das Koennen.