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16.02.1979

Betrifft: "Computerwoche" Nr. 3, vom 19. Januar 1979 "Was verstehen Sie unter dem Begriff Mikrocode?" Ehrlich gesagt: Mich haben die Antworten überrascht. Oder bin ich ein Opfer der "babylonischen Sprachverwirrung" am EDV-Sektor? So wie PL1-Programme i

Betrifft: "Computerwoche" Nr. 3, vom 19. Januar 1979

"Was verstehen Sie unter dem Begriff Mikrocode?" Ehrlich gesagt: Mich haben die

Antworten überrascht. Oder bin ich ein Opfer der "babylonischen Sprachverwirrung" am EDV-Sektor?

So wie PL/1-Programme in PL/1-Code geschrieben sind definiere ich, daß Mkroprogramme aus Mikrocode bestehen.

Dieser Mikrocode besteht aus einer beschränkten Anzahl (bei der IBM 3115 etwa 60) einfacher Befehle, die direkt von der Hardware decodiert und exekutiert werden können. In voll mikroprogrammierten Maschinen gibt es nun für jeden Befehl der Maschinensprache (=Assemblerebene) ein Mikroprogramm, das die Funktionen dieses Befehls ausführt bzw. ihn simuliert.

Der Zusammenhang mit dem Betriebssystem rührt daher, daß aus Zeitersparnisgründen in letzter Zeit versucht wird mehrere Teile aus dem Betriebssystem aus der Maschinensprachebene ins Mikroprogramm zu verlagern. Die Hauptfunktion des Mikrocodes liegt aber nach wie vor im Aufbau der Maschinenbefehlsarchitektur.

Darüber hinaus gibt es den interessanten Gedanken der direkten Implementierung von Anwendungssoftware in Mikroprogrammen, womit ich mich in meiner Diplomarbeit beschäftige. Mt dieser Technik können, speziell an kleinen Maschinen, beträchtliche Lauf zeitgewinne erzielt werden.

Gerald D. Zincke

Linz/Donau