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01.02.1980

Betrifft CW-Nr. 5152 vom 21. 12. 1979 "Datenschutz behindert die Marktforschung", Seite 13

Herr Dr. R. Schweizer scheint etwas zu extreme Vorstellungen über die praktischen Auswirkungen des deutschen Datenschutzrechts zu haben.

Klarzustellen wäre meines Erachtens folgendes:

1. Wenn Marktforschungsinstitute Daten erheben, ohne die Identität des Interviewten zu registrieren, greift das Bundesdatenschutzgesetz in keiner Weise ein, denn es werden logischerweise keine personenbezogenen Daten in Dateien verarbeitet (° 1 BDSG).

2. Wenn tatsächlich nicht nur die Meinung, sondern auch die Identität erfragt wird, so erscheint es mir selbstverständlich - und nicht datenschutzspezifisch -, daß ich als Befragter meine Einwilligung zur Verwertung der Informationen gebe. Das weitere Verfahren regelt für diese Fälle ° 36 BDSG.

3. Besteht ein Personenbezug nur für einen vorübergehenden Zeitraum, gilt zunächst das unter Ziffer 2 Gesagte. Nach einer endgültigen Anonymisierung (also nicht der Fall des ° 36 BDSG) gilt natürlich Ziffer 1 (siehe oben).

Fazit: Datenschutz wird in der Regel nur halb so heiß gegessen wie er manchmal gekocht wird!

Uwe Jürgens 2302 Flintbek