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12.08.1994

Betroffen sind die Elite-Geraete Technische Maengel bei Notebooks nicht gut fuer das Compaq-Image

MUENCHEN (CW) - Wegen technischer Schwierigkeiten bei der Abstimmung zwischen PCMCIA-Einschueben und dem System musste die Compaq Computer Corp. die Produktion der "Elite"-Notebooks in den USA voruebergehend einfrieren.

Betroffen sind die drei Modellreihen "LTE Elite 450 CX 340",

"LTE Elite 475 CX 340" und

"LTE Elite 475 CX 510". Bei diesen Notebooks erkannte entweder die PCMCIA-Elektronik die entsprechende Karte nicht, oder die Karte sandte nach der Initiierung eine Fehlermeldung. Probleme gab es bei Rechnern, die mit einem 486DX2/50- oder mit einem mit 75 Megahertz getakteten 486DX4-Prozessor ausgeruestet sind.

In Deutschland sei die Stoerung, so der Produkt-Manager fuer Notebooks bei der deutschen Compaq GmbH, Hartmut Woerrlein, bislang noch nicht aufgetreten. Allerdings liefere man die genannten Rechnertypen auch erst seit drei Wochen aus.

Prinzipiell mochte Woerrlein allerdings nicht ausschliessen, dass auch hier die Schwierigkeiten vorkommen koennten. Die Zeitspanne, bis Systeme von den USA angeliefert, im Compaq- Distributionszentrum in Holland gelagert und dann an den Kunden ausgeliefert wuerden, sei so gross, dass sich moeglicherweise auch schadhafte Notebooks unter den in Deutschland ausgelieferten mobilen PCs befinden koennten. In diesem Fall sollten sich Anwender an die Compaq-Partner wenden, ueber die die Elite-Notebooks ausschliesslich vertrieben werden.

Woerrlein betonte, dass die Rechner nicht "abgesagt", also zurueckgerufen werden mussten. Trotzdem beginnen sich Analysten zu fragen, ob die jetzt aufgetretenen Maengel nicht am Image von Compaq kratzen koennten. Gerade erst stellten die Texaner die Produktion ihrer mit einem Eingabestift versehenen "Concerto"- Rechner ein. Hier war aber - obwohl von Compaq nicht offiziell bestaetigt - die hinter den Erwartungen zurueckbleibende Nachfrage der Grund.

Die "Aero"-Subnotebooks scheinen sich darueber hinaus auch nicht zu einem grossen Erfolg auszuwachsen. Auch in diesem Fall verweist Compaq selbst aber auf befriedigende Absatzzahlen.

Das Wirtschaftsblatt "Wall Street Journal" zitiert zudem Kevin McCarthy, Analyst bei der Natwest Securities Corp., mit den Worten, es gebe im Moment gewisse Irritationen ueber einige Vorgaenge im Zusammenhang mit Compaq-Notebooks. Der Marktforscher verweist auch darauf, dass sich Compaq von den Elite-Modellen eigentlich starke Umsaetze erhofft hatte.

Die Nachrichten aus dem Stammsitz in Houston kommen insofern ungelegen, als zur gleichen Zeit Compaq-Rivale Dell Computer mit neuen "Latitude"-Notebooks auf den Markt kommt. Diese sind in der Preisgestaltung sehr offensiv ausgelegt. Auch Dell musste in der Vergangenheit wegen technologischer Probleme einige Rueckschlaege verkraften. Diese zwangen das Unternehmen unter anderem dazu, zeitweise Notebooks von der AST Research Inc. als OEM-Produkt in ihre Angebotspalette zu uebernehmen.