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09.11.2001 - 

Firmen sparen an Freiberuflern

Bewerber müssen mehr bieten

09.11.2001
BAD HOMBURG (CW) - Trotz aller Turbulenzen besteht auf dem IT-Arbeitsmarkt nach Beobachtung der IT-Personalvermittlung PC/Enter nach wie vor eine hohe Nachfrage nach qualifizierten Mitarbeitern. IT-Experten sollten daher auch flexibel agieren und nach neuen beruflichen Möglichkeiten Ausschau halten.

"Der deutsche IT-Personalmarkt hat sich in den letzten Monaten durch die Konjunkturabschwächung deutlich verändert", so Gabriele Kernwein, Geschäftsführerin bei PC/Enter, Bad Homburg. Sie sieht die Veränderungen als Korrektiv der überhitzten Situation der letzten Boomjahre und wertet sie "durchaus positiv". So versuchten alle Unternehmen ihre fachlich und persönlich überzeugenden Topleute zu halten. Auch Firmen, die einen Insolvenzantrag gestellt hätten, wollen nach Beobachtung von Kernwein ihr Kernteam an sich binden, um mit diesem "Kapital" in einer Auffanggesellschaft neu beginnen zu können.

Gesunde Unternehmen seien gerade dabei, ihre hohe Quote an Freiberuflern zu reduzieren. Quereinsteiger, die es nicht geschafft haben, sich fachlich und persönlich zu qualifizieren, könnten Probleme bekommen. Suchende Unternehmen stellten fest, dass die einst hohe Wechsel- und Risikobereitschaft der IT-Exeprten seit sechs Monaten in ihr Gegenteil verkehrt hat und dem Sicherheitsdenken gewichen ist.

Die Ereignisse in den USA hätten diese Tendenz verstärkt. Dies mache insbesondere den deutschen Tochtergesellschaften US-amerikanischer Unternehmen zu schaffen. Auch in der Vergangenheit hatten viele IT-Arbeitnehmer nach Erfahrung der Personalexpertin Zurückhaltung gegenüber kleinen und ausländischen Betrieben gezeigt. Die jetzige Zurückhaltung gegenüber diesen Häusern mit ihren kurzfristigen Pesonalentscheidungen findet Kernwein "nachvollziehbar".

"Freelancer sollten attraktive Angebote für eine Festanstellung ernsthaft prüfen", so Gabriele Kernwein, da die Abbaumaßnahmen für Freiberufler "zunehmend an Fahrt gewinnen". Quereinsteiger gehören zu den geschätzten Mitarbeitern, wenn sie sich engagiert und qualifiziert haben. Kernwein: "Mitschwimmen funktioniert jetzt nicht mehr. Jeder Einzelne steht im Rampenlicht und muss sich bewähren."