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26.07.2002 - 

Computerpanne bei der Bundesversicherungsanstalt

BfA löscht Versichertendaten

MÜNCHEN (CW) - Die Bundesversicherungsanstalt für Angestellte (BfA), Berlin, löschte versehentlich Daten von fast 500000 rentenberechtigten Arbeitslosen. Die Panne liegt zwar schon zwei Jahre zurück, an die Daten kommt die BfA allerdings nicht ohne weiteres heran. Der Nürnberger Bundesanstalt für Arbeit (BA) fällt die mühsame Datenrekonstruktion zu. Von CW-Mitarbeiterin Bettina Wirth

Zwischen Juli und September 2000 wurden aufgrund eines Fehlers im Unix-Script rund 500000 Meldungen der BA nicht den Konten der Versicherten bei der BfA gutgeschrieben. Die Daten aus Nürnberg laufen auf einem Unix-Kommunikationsrechner in Berlin ein und sollten bei der Übertragung auf ein BS2000-System komprimiert werden. Pressechef Rainer Helbing dazu: "Eigentlich wollten wir die Weiterverarbeitung dadurch beschleunigen und vereinfachen." Durch einen Fehler im Unix-Script seien die Daten jedoch erst gelöscht und dann gesichert worden. Bei der Wiederbeschaffung sind die Berliner nun auf die BA angewiesen.

"Wir sind dabei, die Leistungsakten von 358000 Beziehern durchzuackern", beklagt sich BA-Referatsleiter Gert Angl. Er kümmert sich bei der Nürnberger Behörde um den Bereich Sozialversicherungen der Leistungsempfänger und will sich die Verantwortung für die schleppende Datenrekonstruktion nicht in die Schuhe schieben lassen. "Im Dezember 2000 informierte uns die BfA von ihrer Panne. Seitdem stehen wir in engem Kontakt." Aber zunächst habe niemand um die erneute Sendung der verlorenen Daten gebeten.

Stattdessen sei damals Stillschweigen vereinbart worden, um Betroffene nicht unnötig zu verunsichern. Dabei hätte seine Behörde die Daten ohne Aufwand erneut schicken können, so Angl, wenn die Berliner innerhalb von 90 Tagen angefragt hätten. So lange hebt die BA Informationen über rentenberechtigte Arbeitslose auf. Da die Bitte um Rekonstruktion der Daten jedoch erst im April 2001 erfolgte, wurde die aufwändige Rekonstruktion der Daten durch die einzelnen Landesarbeitsämter notwendig. Inzwischen konnte ein Teil der Daten wiederbeschafft und die Zahl der Betroffenen weiter eingegrenzt werden, so dass noch 358000 Datensätze rekonstruiert werden müssen.

Lässt sich ein BfA-Kunde zurzeit die Rente berechnen,weist der Rechner für den betroffenen Zeitraum eine Lücke im Versicherungsverlauf aus. Mit einer nachgereichten Bescheinigung über den Leistungsbezug vom Arbeitsamt kann aber jeder den rechtmäßigen Rentenanspruch nachweisen.