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23.05.1997 - 

SNI gewinnt Auftrag im Wert von 50 Millionen Mark

BfG Bank ersetzt Altsysteme durch Wintel-Rechner

Den Angaben zufolge hat das Kreditinstitut einen Auftrag im Wert von rund 50 Millionen Mark an Siemens-Nixdorf vergeben. Die Paderborner statten demnach die Bankfilialen mit insgesamt 225 Servern des Typs "Primergy 760" und etwa 3000 "Scenic"-PCs aus. Bestandteil des Vertrags sind außerdem die Neuverkabelung der BfG-Niederlassungen sowie die Administration der Rechner. SNI verwendet dazu die eigene Management-Software "Transview". Mitarbeiter der BfG sollen gemeinsam mit SNI-Experten die installierten Systeme per Datenleitung überwachen.

Für den Benutzerservice planen die Unternehmen ein zweistufiges System. Beim sogenannten First-Level-Support sollen Anwender über eine 0130-Telefonnummer zunächst Mitarbeiter der BfG kontakten. Können diese das Problem nicht beheben, wird der Anruf an ein SNI-Service-Team weitergeleitet.

Bei den abzulösenden Rechnern handelt es sich um proprietäre Nixdorf-Midrange-Systeme, die vor allem von Banken eingesetzt werden (BNC-Systeme = Banking Network Computer). Diese Maschinen stehen als sogenannte Endstellenrechner in den Bankfilialen. Angeschlossene Terminals sammeln die anfallenden Daten auf den Nixdorf-Rechnern. Diese sind über eine Datenleitung mit dem Großrechner im RZ verbunden. Über Nacht werden die Host-Daten konsolidiert.

In Zukunft sollen Intel-basierte Primergy-Server unter NT in den Niederlassungen arbeiten. Diese werden in ein LAN eingebunden und bedienen per WAN-Verbindung den zentralen Host. PCs im LAN könnten im Gegensatz zum bestehenden Modell etwa auch Daten von lokalen Anwendungen einbinden. Die BfG verspricht sich davon unter anderem eine verbesserte Kundenberatung. Letzten Endes gehe es darum, die existierende hierarchische Struktur durch eine offene Peer-to-peer-Architektur zu ersetzen, so ein SNI-Mitarbeiter.

Welche Software im Einzelnen installiert werden soll, möchte man bei der BfG-Bank noch nicht verraten. Die Anwendungsprogramme kommen allerdings nicht komplett von SNI. Die BfG will offenbar einige Applikationen in das neue IT-Modell hinüberretten. Diese Altsysteme sollen auf Win NT portiert werden.

Auch in puncto Umstellungszeitraum halten sich die Banker mit Blick auf die Konkurrenz bedeckt. Aus dem SNI-Vertrieb war lediglich zu erfahren, daß der Zeitplan "sehr eng" gesteckt sei. Die Paderborner bilden deshalb in ihrem Logistik-Center die IT-Infrastruktur jeder BfG-Filiale nach. Die Rechner sollen dann jeweils maßgeschneidert konfiguriert und mit Software bestückt werden.