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03.08.1990 - 

Nur 185 KB benötigt ein Bild auf der Festplatte

Bias speichert und verwaltet farbige Videobilder auf dem PC

MÜNCHEN (zek) - Ein neues Konzept für Bilddatenbanken hat die Münchner MHS GmbH vorgestellt. Dabei werden fotorealistische Videobilder von einem PC archiviert und über eine Datenbank verwaltet.

Das System mit dem Namen "Bias" besteht aus Hard- und Software-Komponenten. Herzstück ist eine von der MHS Computer Vertriebs GmbH, München, entwickelte Digitalisierungskarte für AT-kompatible PCs. An sie können sämtliche Videogeräte mit dem Aufzeichnungsstandard Super-VHS angeschlossen werden. Wenn dann noch die dazugehörige Software geladen ist, sei es möglich, Videobilder, die auf einem Zusatzmonitor ablaufen, "einzufangen" und in Super-VHS-Qualität auf dem PC zu speichern. Die Digitalisierungsauflösung liegt bei 512 mal 290 Bildpunkten mit 65 536 Farben oder 256 Graustufen im Schwarzweiß-Modus.

Als Videoquellen können neben Videorekordern auch Videokameras, Still-Videorekorder oder Bildplattenspieler verwendet werden. Zu den Stärken des Systems gehört laut MHS neben der Schnelligkeit der geringe Speicherplatz von 185 KB, den ein Videobild auf der Festplatte des PCs benötigt. Die gespeicherten Bilder können im PC in diverse Grafikformate konvertiert werden, dazu zählen unter anderem TIF, GIF, PCX und SHW. Diese Bilder sind dann mit üblichen PC-Druckern - falls Farbe gewünscht, am besten mit Thermotransfer-Druckern - druckbar.

Bias kann nach Herstellerangaben auch in diverse Datenbankprogramme eingebunden werden. So bietet beispielsweise North American Software die Möglichkeit an, Bias-Bildersätze mit dem Programm Asksam 4.2 zu verwalten. Einsatzgebiete für ihr Produkt sehen die Hersteller in allen Bereichen, wo farbige detailgenaue Bildinformationen gespeichert und verwaltet werden müssen. Beispiele seien Galerien, Foto- und Modellagenturen, Verwaltungen und der technische Bereich, etwa in der Herstellungsdokumentation. Ein weiteres Anwendungsfeld sind Kliniken und Arztpraxen, da Bias auch die Digitalisierung von Röntgenbildern ermöglicht. Diese können - wie alle Bias-Bilder - auf Knopfdruck von Positiv- in Negativdarstellung umgeschaltet werden, was Ärzten in vielen Fällen zu einer schnelleren Diagnose verhilft.

Die Bias-Grafikkarte läuft auf AT-kompatiblen PCs und auf den PS/2-Modellen 25 und 30 unter DOS 3.2 und höher. Im Normalbetrieb wird zusätzlich zum PC-Monitor ein analoger RGB-Bildschirm benötigt. Eine Video-Digitalisierungskarte ist im Grundpreis von rund 3100 Mark enthalten.