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26.04.1991 - 

Neues Netzwerk-Management-System für OS2-Rechner

Bicc bringt SNMP-Support in sein Isoview-Konzept ein

LONDON (sch) - Der Netzwerk-Spezialist Bicc Data Networks, Hemel Hempstead, läßt es im Rahmen seines Netzwerk-Management-Konzepts nicht bei ISO-Ansätzen bewenden: Um eine weitreichende Offenheit in Multivendor-Netzen gewährleisten zu können, unterstützt die neue Isoview-Version 3 zusätzlich andere Protokolle oder Architekturen wie das Simple Network Management Protocol (SNMP)

Zwar gehört Bicc zu den Verfechtern offener und normierter Management-Lösungen gemäß ISO, muß jedoch ähnlich wie die Konkurrenz an mehreren Fronten agieren, um praxisnahe und vermarktbare Systeme anbieten zu können.

Die ISO-Spezifikationen können, weil sie noch nicht vollständig entwickelt sind, in dem Produkt noch keine Berücksichtigung finden. Zudem mangelt es an einer breiten Verfügbarkeit von Produkten mit Zuschnitt auf bereits gegebene ISO-Rahmenrichtlinien. Entsprechend mager ist auch die "Ausbeute" der auf gangbare Installationsmöglichkeiten bedachten Anwender.

Insofern dürfte dem britischen Anbieter daran gelegen sein, nicht nur Migrationspfade auf der Basis von IEEE 802.1 und CMIP aufzuzeigen. Die derzeit forcierte Strategie zielt vielmehr darauf ab, sich weitere Standbeine zu schaffen - so in Form eines SNMP-, Telnet. oder SNAP-Supports (Sub Network Adress Protocol für FDDI), aber auch durch die Unterstützung proprietärer Systeme, wobei wiederum das Simple Network Management Protocol im WAN-Bereich als Bindeglied in Frage kommt.

Timothy Jalland, Product Marketing Manager bei Bicc Data Networks, der Isoview 3 im übrigen nicht als Update, sondern als neu konzipierte Software verstanden wissen mochten deutet an, daß optional beispielsweise Übergänge zu IBMs Netview, DECs EMA-Architektur und AT&Ts Unified Management Archtecture - kurz: Umna - vorgesehen sind.

Isoview 3 eignet sich für Token-Ring, Ethernet und FDDI die Preise für das ab sofort weltweit erhältliche Produkt (Vertrieb über OEMS, VARs und Distributoren) liegen je nach Konfiguration zwischen 8000 und 20 000 Dollar. Im Falle von Backbone-Netzen erstrecken sich die Funktionen des Bicc-Tools ebenfalls auf die Komponenten in den jeweils "eingehängten" lokalen Netzen. Sowohl bei einfachen LANS als auch bei mehreren verknüpften Verbundsystemen besteht laut Anbieter die Möglichkeit, Bicceigene Produkte wie zum Beispiel Isolan-Ethernet-Bridges sowie die Isolan-Etherconnect-Systeme zu integrieren.

Das Produkt für die Aufgabenfelder Performance Monitoring, Fehler-Management, Bestands- und Konfigurations-Management, Planung und Zugriffs-Management läuft auf der Basis von 386-PCs mit dem Betriebssystem OS12 und ist mit einer grafischen, Windows-basierten Benutzeroberfläche sowie Maus-Bedienung und einer Datenbank mit SQL-Interface ausgestattet. Anbieterangaben zufolge braucht sich der Isoview-Anwender nicht mit komplexen Prozeduren und Routinen herumzuschlagen. Aus der Sicht von Phil Mercer, General Manager bei Bicc, kommt es nämlich besonders darauf an, beim Netz-Management für weitgehende Unabhängigkeit von geschulten Administratoren zu sorgen.

Die wesentlichen Begriffe des Information Modelling nach Peter Chen

- Entities: wohlunterscheidbare Dinge der realen Welt, die eindeutig identifizierbar sind (Beispiel: Mitarbeiter über Personalnummer, Abteilung über Abteilungsname)

- Relationship: Beziehung zwischen zwei oder mehreren Entities (Beispiel: Mitarbeiter arbeitet in Abteilung)

- ISA-Relationship: Beziehung zwischen einer allgemeinen Entität und einer oder mehreren speziellen Entitäten (Beispiel: Übergeordnet ist Mitarbeiter, speziell sind Angestellter und Arbeiter; ein Arbeiter ist ein Mitarbeiter)

- Kantentypen: Angaben darüber, ob Entitäten zu anderen Entitäten über eine bestimmte Relationship in Beziehung stehen können oder müssen (Beispiel: Mitarbeiter können in Abteilungen arbeiten, Abteilungen müssen einen Abteilungsleiter haben)