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08.09.1995

Big Blue adressiert Informationsgesellschaft Sechs IBM-Ableger ziehen auf der Telecom '95 an einem Strang

NIZZA (jha) - Gleich sechs Abteilungen der IBM-Network-Division werden auf der nur alle vier Jahre stattfindenden Telecom in Genf ausstellen. Die Big-Blue-Ableger zeigen auf der Schweizer Veranstaltung Neuigkeiten aus der ATM-Welt, interaktives Fernsehen, Online-Shopping sowie Multimedia und weitere Loesungen aus dem Bereich IT- und TK-Anwendungen.

Eine ganze Schar neuer Produkte, die in den Entwicklungslabors in La Gaude in der Naehe von Nizza entworfen wurden, will die Netzwerkabteilung von IBM dem Publikum auf der Telekom '95 praesentieren. Als Teil der Network-Division arbeiten die Ingenieure an der franzoesischen Mittelmeerkueste bereits seit 1972 an neuen Technologien fuer den TK-Markt.

In den letzten Jahren haben sich die Fachleute verstaerkt Loesungen zugewandt, die die Telekommunikations- und Medienindustrie zusammenbringen sollen. Interaktives Fernsehen, Video on demand, remote Telekonferenzen sowie High-speed-Computing sind einige jener Anwendungen, die in der Zukunft neue Technologien erfordern.

IBMs Network-Division versucht, sich diese neuen Maerkte mit sechs Abteilungen zu erschliessen. So arbeitet ein Bereich etwa an Techniken fuer den Betrieb von Call-Centern. Dabei haben Kunden die Moeglichkeit, den gesamten Telefonverkehr von aussen, wie er etwa bei Supportanfragen oder Bestellungen anfaellt, optional auch von IBM verwalten zu lassen. "Anwender wollen sich nicht mit Netzwerktechniken und Begriffen wie ISDN beschaeftigen, sondern sich auf ihr eigentliches Geschaeft konzentrieren", so Jim Boyle, Vice-President der Division Enterprise Networking.

Aber nicht nur Dienste, sondern vor allem auch Produkte wollen die Entwickler in La Gaude den Besuchern der Telecom '95 praesentieren. In einer Demo-Installation werden ueber ATM-Hochgeschwindigkeits- Leitungen Verbindungen zum Uni-Gelaende in Genf hergestellt und Grafiken oder Bilder, auch aus dem Bereich Telemedizin, uebertragen. Big Blue liefert dafuer Hardwarekomponenten, zeigt aber auch erste Ergebnisse, die aus dem Engagement fuer eine Definition des ATM-Transfers mit 25 Mbit/s entstanden sind.

Drahtloser Videotransfer zum Notebook

"Interaktives Fernsehen wird kein Renner am Markt werden, denn es ist zu teuer und nicht wirtschaftlich fuer die Anbieter", behauptet Boyle und faellt damit seinen eigenen Entwicklungsingenieuren in den Ruecken, die an einer Breitbandloesung fuer ebendiesen Anwendungsfall arbeiten. Derzeit ist das System in T1-Verbindungen lauffaehig, die Portierung des Verfahrens auf ATM-Netze ist zwar angestrebt, befindet sich derzeit aber noch im Teststadium.

IBM wird auf der Genfer Messe weitere Verfahren vorstellen, die den Markt fuer Serviceprovider, Netzwerkverwalter oder Anwender ansprechen sollen. Aus dem Bereich der Netzwerkverwaltung sind Erweiterungen der "Netview"-Software zu sehen. Zudem zeigt das IBM Global Network verschiedene Online-Applikationen, unter anderem ein virtuelles Kaufhaus und eine universelle Mailbox, die formatunabhaengige Daten wie Sprache, Video, Fax und Textnachrichten verwalten und dem Adressaten unabhaengig vom Standort, an dem er sich einwaehlt, uebermittelt.

Eine interessante Neuerung ist die kabellose Uebermittlung von bewegten Videobildern im lokalen Bereich auf mobile Laptops. Zwar ist der Sinn der Anwendung nicht ganz einleuchtend, denn die Reichweite betraegt nur wenige Meter, doch die Uebertragungs- und Kompressionsverfahren koennten die Basis fuer neue Techniken beim Videotransfer ueber laengere Strecken sein.