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02.07.1999 - 

Templates reduzieren Projektlaufzeit

Big Blue bietet Service rund um Baan-Software

MÜNCHEN (CW) - IBM Global Services eröffnet in Kürze die erste "Implementation Factory for Baan". Ziel ist es, Baan-Kunden vorkonfigurierte Pakete aus Hard-, Software und Consulting anzubieten, wodurch sich die Projektlaufzeiten laut IBM um bis zu 50 Prozent reduzieren lassen.

Baan ist der erste Standardsoftware-Anbieter, für den Big Blue den Projektservice Implementation Factory anbietet. Dazu gehören ein "Business Center" und ein "Knowledge Center", die sich um anwendungsspezifische Fragen kümmern sowie ein "Performance Center" und "Technical Center". Gestartet wird mit einem Kompetenz-Center in Atlanta, das ab nächster Woche seine Arbeit aufnehmen soll. Ein weiteres Büro ist im dänischen Kopenhagen im Aufbau, von wo aus zunächst der skandinavische Markt, später auch hiesige Kunden betreut werden sollen. Im vierten Quartal soll die Kopenhagener Niederlassung eröffnet werden, teilte Lothar Vieth, Leiter des Baan-Service von IBM in Stuttgart, mit.

Zunächst wird IBM ausschließlich die englischsprachige Ausführung von Baans ERP-Software, die Front-Office-Anwendungen für Vertrieb, Marketing und Service sowie die Supply-Chain-Management-(SCM-)Komponente als Paket anbieten. Während für die Übersetzung der gebündelten Offerte in andere Sprachen noch kein konkreter Fahrplan vorliege, würden die landesspezifischen Anforderungen hinsichtlich Buchhaltung bereits umgesetzt, erklärt Vieth. Bevor die Systeme allerdings bei Kunden installiert werden, können diese die vorkonfigurierten Anwendungen im Factory-Center ausgiebig testen.

Trotz einer zunächst fehlenden deutschen Version, hofft Vieth auch hierzulande auf ein gutes Geschäft: "Vor allem für Unternehmen, die Filialen im Ausland haben, ist das Angebot interessant." Mit Hilfe der vorbereiteten Pakete (Templates) lasse sich die Implementierungszeit um bis zu 50 Prozent reduzieren und die Integration der Baan-Komponenten in eine bestehende DV-Landschaft vereinfachen.

Die Entscheidung für die Software der Niederländer begründet Mike Plymack, Baan Practise Executive bei IBM Global Services: "Baan bietet eine eigene breite Produktpalette von ERP- über Front-Office bis hin zu Supply-Chain-Management-Lösungen." Bei SAP hätte man zusätzlich Produkte von Anbietern wie Trilogy (Konfigurator) und I2 (SCM) mit anbieten müssen, um diese Bandbreite zu erhalten.

Im Rahmen des Abkommens wird die Baan-Software in erster Linie auf NT-, Unix-, AS/400- und Mainframe-Systemen von IBM angeboten, aber auch Rechner anderer Hersteller können auf Wunsch installiert werden, so IBM-Mann Vieth. Als Datenbanken stehen "DB2" sowie Produkte von Informix und Oracle zur Verfügung.