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26.06.1987

Big Blue drängt Kunden zur neuen Modellreihe:Produktionsende für AT kommt in Sicht

FRAMINGHAM (CWN) - IBM verlegt sich mehr und mehr auf rechner der neuen System-/2-Familie. Kürzlich teilte der Computergigant seinen Händlern mit, Bestellungen für Personal Computer des Modells XT würden nicht mehr entgegengenommen. Gerüchte gehen nun um, im August schlage auch für den AT die Stunde.

Dieses könnte potentiellen XT- und AT-Kunden einen Anstoß geben, die gegenüber der neuen Serie /2 bisher noch eine abwartende Haltung eingenommen haben. "IBM zwingt die Leute in richtung des Systems /2", erklärte der zuständige Manager einer Papierwaren-Großhandlung in Oklahoma. "Ich hatte Bestellungen mit insgesamt über 150 XTs laufen, aber ich kriege keine Maschine mehr."

In einem Rundbrief an die Händler vom 29. Mai gab Big Blue bekannt, daß künftig keine Neubestellungen der XT-Diskettenmaschinen mehr abgewickelt würden. Das Unternehmen habe auch schon den XT 286 anstelle der 20-MB-Festplattenversion des XT ausgeliefert, da von letzterem die Lagerbestände knapp geworden seien, erklärte ein IBM-Sprecher. Von allen XT-Versionen sei lediglich der 286 noch ausreichend vorhanden. Ob die Maschinen noch produziert würden, wollte er allerdings nicht sagen. Auch zu den Gerüchten von einem Annahmestopp für AT-Bestellungen mochte sich der Sprecher nicht äußern. IBM hat nach seinen Worten allerdings erst in jüngerer Zeit die Produktion des mit einer

30-MB-Winchester bestückten AT-Modells 339 forciert.

Ein unabhängiger Händler sagte, IBM habe ihm versichert, ihn "für eine gute Weile" weiter mit ATs zu beliefern, aber gleichzeitig erkläre der Computerhersteller großen Kunden, ab August würden keine Orders mehr angenommen und die Produktlinie werde im vierten Quartal ganz eingestellt. Ein anderer Händler meinte, die AT-Produktionwürde beendet, sobald die /2-Modelle 60 und 80 am Markt seien. Dies ist für das vierte Quartal des laufenden Jahres geplant. Auch er war der Ansicht, Big Blue übe mit dieser Strategie Druck auf die Käufer aus, aber das scheine zu funktionieren.

Damit macht es IBM denjenigen Kunden schwer, die sich im Prinzip schon für ein System /2 entschieden haben, aber noch die branchenüblichen Preissenkungen nach der Markteinführungsphase abwarten möchten. Diese Käufer tendieren dazu, sich in der Zwischenzeit mit einem AT zu behelfen. Ein AT 339 kostet in den USA 4600 Dollar, während das Modell 60 zur Zeit noch mit 5300 Dollar in den Preislisten steht und zudem noch nicht lieferbar ist.

Wie er das Problem löst, ließ Cheryl Currid wissen, beim Weltkonzern Coca-Cola für Systeme, Planung und Information zuständig: "Wenn wir von IBM keinen AT mehr kriegen, kaufen wir eben einen Kompatiblen anstatt eines /2."