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15.11.1991 - 

Akers droht, Computer in Japan zu produzieren

Big Blue: Erholung noch für das Jahr 1991 in Aussicht gestellt

TOKIO (vwd) - Die IBM habe im Sommer 1991 die Talsohle durchschnitten und könne jetzt Zeichen erkennen, die auf eine Erholung des in Armonk ansässigen Computerkonzerns im vierten Quartal hindeuten, so äußerte sich Chairman John Akers auf einer Pressekonferenz in Tokio.

Wie Big-Blue-Boß weiter mitteilte, dürfte das vierte Quartal für IBM noch das beste in diesem Jahr werden. Er wollte jedoch keine Ertragsprognose abgeben. Zum Geschäft bei IBM Japan fügte Akers hinzu, daß die 'Tochtergesellschaft im zweiten Halbjahr 1991 bessere Ergebnisse als im Vorjahreszeitraum ausweisen werde.

Akers drohte darüber hinaus indirekt damit, daß das Unternehmen verstärkt Computer in Japan produzieren werde, wenn die US-Regierung den neuen Antidumping-Zoll auf in Japan hergestellte "Active-Matrix"-LC-Bildschirme nicht aufhebe. Die International Trade Commission (ITC) hatte Strafzölle von bis zu 62,67 Prozent erhoben, um die kleinen, ums Überleben kämpfenden US-Bildschirmhersteller zu schützen. Durch eine Verlagerung der Produktion von kompletten Computern könne man die Zölle umgehen, sagte Akers bei einem Besuch der japanischen IBM-Tochter in Tokio.

Aus amerikanischer Sicht stelle dies einen Export von Arbeitsplätzen dar, mit dem sich die Handelsbilanz weiter verschlechtern würde. "Es ist nicht einfach zu verstehen, warum dies für die USA gut sein soll", urteilte Akers. Die IBM-Manager hätten allerdings noch keine Entscheidung über ihre Vorgehensweise getroffen. Bislang stellen nur japanische Unternehmen die flachen LC-Bildschirme her, die in Laptop- und Notebook-Computern eingesetzt werden und eine hochauflösende Farbdarstellung ermöglichen. IBM war deshalb ein Joint-venture mit der Toshiba Corp. eingegangen. Alle Active-Matrix-Bildschirme für IBM-Computer werden derzeit in Japan gefertigt.