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18.03.1994

Big Blue feilt am Image des Midrange-Systems Die AS/400 als Portable - IBM entwickelt kapitalen 20-Pfuender

PARIS (IDG) - Die gesammelte Power der AS/400 in einem Laptop - kein Scherz, sondern der Inhalt einer Blaupause, den Big Blue in Frankreich oeffentlich machte. Demnach soll die "Silverlake" binnen der naechsten fuenf Jahre auch als zehn Kilogramm schwere Portable- Version vermarktet werden.

Der Verkauf des zwanzigtausendsten AS/400-Rechners in Frankreich war der IBM einen Blick hinter die Kulissen wert. Gezeigt, aber nicht vorgefuehrt wurde den Zuschauern die Variante "AS/400 9401 Model P01", ein Modell, das laut Hersteller zunaechst den Business- Partnern zur Verfuegung steht. Wie William Zeitler, Manager der AS/400-Division, ankuendigte, plant IBM die kommerzielle Vermarktung des tragbaren Systems erst langfristig.

Rechner soll den Vertrieb unterstuetzen

Die Entwicklungslabors in Rochester haben den Portable konzipiert, um Vertriebspartner mit einem tragbaren Demonstrationssystem beim Verkauf zu unterstuetzen. Angeblich hat der Rechner eine aehnliche Performance wie das AS/400-Modell 9402 F04. Er verfuegt ueber einen 8-MB-Hauptspeicher, eine Plattenkapazitaet von rund einem GB, ein 3,5-Zoll-Laufwerk sowie einen multifunktionalen I/O-Prozessor und einen Communications Port. Zeitler garantiert: Jede AS/400- Anwendung laeuft auch auf dem Portable.

Europa ist fuer IBM ein AS/400-Schluesselmarkt

Mit der Offenlegung ihrer juengsten Midrange-Plaene bemueht sich die IBM, ihr langfristiges Engagement fuer die von Kritikern als proprietaer abgekanzelte Rechnerplattform zu unterstreichen. Europa ist fuer den angeschlagenen DV-Giganten ein Schluesselmarkt: Rund 50 Prozent seines AS/400-Umsatzes generiert Big Blue in der alten Welt, nur 35 Prozent in Nord- und Suedamerika.

Anlaesslich der Feierstunde in Paris legte Zeitler noch einmal die Plaene der IBM bezueglich der AS/400-Entwicklung offen. Die 64-Bit- Version des Power-Chips werde nicht nur in ES9000-Mainframes und in RS/6000-Unix-Workstations, sondern auch in AS/400-Systeme eingebaut. Neue I/O-Prozessoren sollen den Rechner bei Bedarf zu einem Server-System fuer LAN-Manager- und Netware-Netze machen.

IBM nutzte die Gelegenheit, um einmal mehr am Image der proprietaeren Midrange-Maschine zu feilen. Zum Stichwort Offenheit hiess es, noch in diesem Jahr werde eine Version des OS/400- Betriebssystems erscheinen, die objektbasierte Techniken der mit Apple und Hewlett-Packard gemeinsam betriebenen Tochtergesellschaft Taligent enthalte.

OS/400 werde ausserdem den Posix- und DCE-Spezifikationen des IEEE beziehungsweise der OSF entsprechen. Bereits im September letzten Jahres hatte Big Blue angekuendigt, die integrierte Datenbank der AS/400 werde als neue Version mit dem Namen "DB2/400" sowohl ANSI- SQL unterstuetzen als auch um den Faktor drei bis fuenf schneller arbeiten und eine Version des hauseigenen System Objekt Modul (SOM) unterstuetzen.