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An ehemalige Bell-Tochter verkauft:


02.05.1986 - 

Big Blue gibt 81 US-Computershops auf

NEW YORK/MÜNCHEN (ujf) - Aus einem kostenintensiven und wenig profitablen Geschäft zieht sich jetzt auch die amerikanische IBM zurück. Sie hat, wenige Monate nach der englischen Tochter, ihre Kette eigener Computershops aufgegeben. 81 von 84 Läden sind an die Ex-Bell-Tochter Nynex verkauft worden.

Nur die drei in IBM-Niederlassungen untergebrachten Product Center bleiben als Restbestand im Besitz von Big Blue. Mit den 81 Computershops, die sich auf 33 US-Bundesstaat (...)verteilen, vergrößert die Nynex ehemals nur als Telefongesellschaft im Bereich New York/New England (N.Y./N.E.) tätig - ihr Vertriebsnetz auf 100 Filialen. Seit zwei Jahren ist die Telecom-Firma nämlich dabei, sich unter dem Namen Datago ein zweites Standbein im PC-Retailermarkt aufzubauen.

Bereits zum Jahresende 1985 hatte sich die britische IBM von ihren Computerläden in London (2), Birmingham, Glasgow, Edinburgh und Croydon getrennt. Auf der Insel hatte Big Blue nur eine der Londoner Filialen behalten. Firmenintern werden die IBM-Läden, von denen es in der Bundesrepublik neun gibt, als recht teures Vergnügen angesehen; sie dienen zwar dem Image, kosten aber nur Geld. Die Crux für das Verkaufspersonal: Der Rabattgewährung sind enge Grenzen gesetzt, und Ausweichprodukte von Fremdherstellern sind nicht im Sortiment. Deshalb tun sich die Verkäufer bei der Kundenberatung meist schwer mit der Argumentation; am meisten profitieren von der Existenz der Shops die unabhängigen Händler. Aus einer IBM-nahen Quelle war zu hören, die Stuttgarter Dependance verbuche die Kosten ihrer neun Geschäfte unter Werbung.

Die offizielle Stellungnahme der Schwaben ist eindeutig: Die deutschen IBM-Läden werden beibehalten. Ma Blue's deutsche Tochter kann sich diesen Luxus noch leisten.