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21.08.1992 - 

Prognose geht von rückläufigem Umsatz aus

Big Blue kann die Erosion der Mainframe-Basis nicht stoppen

NEW YORK (CW) - IBM-MAanager lehrten Wallstreet-Analysten in der vergangenen Woche das Fürchten, als sie für den Rest des Jahres stagnierende oder nur sehr schwach zunehmende Mainframe-Verkäufe ankündigten.

Die Prognose für das gesamte Jahr 1992 geht von einem gegenüber dem Vorjahr insgesamt rückläufigen Umsatz beim Großrechnerverkauf aus. Analysten führen das Abschneiden auch auf die Tatsache zurück, daß Big Blue im Gegensatz zum Vorjahr mit den ES/9000 in diesem Jahr keine neuen Mainframes ankündigen konnte. Außerdem hielten sich potentielle Käufer in der zweiten jahreshälfte auch deshalb zurück, weil für das Frühjahr '93 weitere Ankündigungen in diesem Bereich erwartet werden.

Zu allem Übel scheint die Mainframe-Baisse länger anzuhalten, als Mother Blue lieb sein kann. Wie das amerikanische Wirtschaftsmagazin "Business Week" berichtete, geht selbst der Chef der IBM Enterprise Systems Division, Nicholas Donofrio, bis 1994 von stagnierenden Umsätzen im Mainframe-Bereich aus.

Industriebeobachter hingegen sehen den Zenit des Mainframe-Business insgesamt überschritten. Die Kunden kauften weniger Maschinen für weniger Rechenzentren, was die Konkurrenz zwischen IBM und den PCMern verschärfe. Das habe eine Verringerung der Profitmargen zur Folge. Der Trend zu Preisnachlässen, die bei einzelnen Projekten bereits heute 50 Prozent betragen, werde sich weiter verstärken.

Dennoch hält Donofrio laut "Business Week" an seinem Ziel fest, die Umsatzrendite seiner Division vor Steuern bis 1994 von heute 16 auf 24 Prozent zu steigern.

Allerdings will er diesen Plan nicht durch technisch neue Maschinen realisieren, die ihm hohe Margen einbrächten, sondern mit den üblichen Mitteln der Kostenreduktion im Verwaltungs-, Vertriebs- und Forschungsbereich.

Das amerikanische Investment-Beratungshaus Goldman Sachs beschloß jedenfalls, den Wert der IBM-Aktie vom Status "Market Performer" auf "Underperformer" herunterzusetzen. Die Gewinnerwartungen pro Aktie für 1993 reduzierte das Brokerhaus ebenfalls von acht auf 7,70 Dollar pro IBM-Aktie: "Wir sind besorgt über den Einfluß von Mikroprozessor-basierten Hardware-Alternativen auf das High-end- und Midrange-Geschäft des Unternehmens", ließen die Berater in einem ihrer Research Briefs wissen.