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14.02.1992 - 

Preiskrieg und Konjunkturschwäche sind schuld

Big-Blue-Niederlassungen machten 1991 weniger Gewinn

ESCHBORN (vwd) - Während die Konjunkturschübe nach der Wiedervereinigung der deutschen IBM-Niederlassung im letzten Jahr ein sattes Umsatzplus bescherten, melden die meisten anderen Big-Blue-Dependancen Einbußen.

So weist die IBM Schweiz AG für 1991 einen Nettogewinn nach Steuern von 90,1 Millionen Schweizer Franken aus. Im Vorjahr lag dieser noch bei 153 Millionen. Der Umsatz ging von 1,513 Milliarden Franken auf 1,434 Milliarden zurück. Als Grund geben die Schweizer starken Preisdruck und geringen Umsatz im Hardware-Bereich an. Weniger verdiente auch die IBM Danmark A/S. Der Vorsteuergewinn ging hier von 901 Millionen Kronen auf 887 Millionen zurück. Der Umsatz stieg demgegenüber jedoch um zwölf Prozent auf 7,6 Milliarden Kronen. Dieser Anstieg soll auf steigende Verkaufszahlen im Bereich Software und Publikationen zurückzuführen sein. Gewinneinbrüche auch bei IBM France SA: Nach 2,215 Milliarden Francs Gewinn im Jahr 1990 wurden 1991 nur noch 0,87 Milliarden erreicht. Als Gründe wurden hier die weltweite Konjunkturschwäche und der Hardware-Preiskrieg angegeben.

Die japanische IBM-Niederlassung hat wegen fehlender Gewinne für 33 ihrer Spitzenmanager Kürzungen der Bezüge zwischen acht und fünf Prozent angeordnet. Betroffen sind der President (zehn Prozent), die Executve Directors (acht Prozent) und die Directors (fünf Prozent). Zugleich wurde ein Einfrieren der Gehälter der Executives verfügt. Diese Maßnahmen sollen solange in Kraft bleiben, bis sich die Geschäftsaussichten von IBM Japan wieder bessern.

Im Big-Blue-Mutterland schließlich stehen weitere Werksschließungen an. So soll demnächst eine der drei Abteilungen der Komponenten-Fabrik in Manassas im US-Bundesstaat Virginia dichtgemacht werden. Den Betroffenen sollen Arbeitsmöglichkeiten in anderen IBM-Werken angeboten werden. Bis Jahresende will das Unternehmen seine Belegschaft um mehr als 20000 Köpfe reduzieren.