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16.02.1990

Big Blue und die Unix-Freunde

Sebastian Trauerwein, Information Resources Manager

Daß die Superlative in Anzeigen als solche leicht zu erkennen sind, macht den Charme der Werbung auch in der Computerbranche aus - wer die Sprüche der Produktpromoter ernst nimmt, ist selber schuld. So stellte sich das PR-Szenario bis jetzt für Trauerwein dar. Ausgerechnet eine IBM-Annonce hat Sebastian in diesem Punkt irregemacht. "Was in Zukunft zählt, ist ein offenes System. Mit dem IBM Personal System/2 und dem Betriebssystem AIX geht diese Rechnung glatt auf." So konnte man unter der Ankündigung "Diese Woche von IBM" in einer ganzseitigen Anzeige lesen. Und dazu die Auflösung: "Unser kleinster Nenner für alle UNIX-Freunde." Was daran so verwirrend ist? Das Problem erhellt eine Gegenfrage. Sie lautet: Sollen Werbetexter der Gewöhnung Vorschub leisten, daß die Leser von Anzeigen meinen, die Anbieter sprächen die Wahrheit? Hier wird doch unterstellt, daß eine tiefe und echte Zuneigung der IBM zu Unix vorliege. Das ist gelogen, liebe Werbetexter. Selbstverständlich will die IBM nur sagen, daß sie Unix-Produkte anbieten wird, wenn die Kunden es wollen. Die wahren Absichten des Mainframe-Marktführers kennt auch Trauerwein nicht. Im übrigen fühlt er sich als Xenix-Fan durch die Anzeige nicht angesprochen.