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22.11.1991 - 

Auf Druck von Großkunden

Big Blue und Microsoft: Gates versucht die Beziehung zu kitten

MÜNCHEN (CW) - Seit kurzem spricht Microsoft-Chef Bill Gates wieder mit Top-Managern der IBM. Er versucht, die wegen des Windows-Booms zerbrochene Beziehung mit Big Blue wieder zu kitten. Der Grund: Der Bruch hat Großkunden irritiert. Sie fordern, daß IBM und Microsoft wieder mit einer Stimme reden.

Nachdem sich Windows 3.0 weit über die Erwartungen von Microsoft hinaus als Renner erwies, konzentrierte sich das Unternehmen gänzlich auf die Vermarktung dieses Produkts. Die Aussicht auf schnellen Profit verdrängte das Engagement für das ursprünglich gemeinsam mit IBM als DOS-Nachfolger gepriesene OS/2-Betriebssystem. Die Folge: Die enge Kooperation zerbrach. Microsoft propagiert heute Windows NT als Betriebssystem der Zukunft, und IBM verbündet sich mit den Konkurrenten des früheren Partners.

Bei den Kunden der beiden Unternehmen hat diese Entwicklung laut "Wall Street Journal" allerdings nur Verwirrung ausgelöst. Gerade die Großkunden wünschen sich die Zeiten zurück, in denen Microsoft und IBM mit einer Stimme sprachen.

Aus diesem Grund versucht Bill Gates nun dem früheren Partner, wie er es nennt, "die Friedenspfeife anzubieten". So gesteht er inzwischen dem von IBM nach wie vor bevorzugten OS/2-Betriebssystem für die Zukunft einen "festen Platz als Nischenprodukt" zu.

Außerdem räumt Gates ein, daß das Engagement für Windows möglicherweise zu einseitig gewesen sei. Seine Aufgabe sei es jetzt, den IBM-Managern zu erklären, daß eine Entscheidung für Windows nicht automatisch eine gegen OS/2 sei.