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27.02.1987 - 

Auch Neuerungen bei Serie 1 und Serie 88:

Big Blue wertet technische Workstations auf

MÜNCHEN (CW) - Eine Reibe von Neuankündigungen und Detailverbesserungen gibt die IBM Deutschland bekannt. Betroffen sind vor allem die RISC-Maschine 6150, auch als RT PC bekannt, sowie die Prozeßrechner der Serie/1. Im Bereich des fehlertoleranten Systems /88 vollzieht Big Blue die Erweiterung der Modellpalette des OEM-Lieferanten Stratus nach.

Die Workstation-Familie 6150 wird künftig durch die drei neuen Modelle 115, 125 und B25 aufgewertet. Sie sind mit einem 32-Bit-Mikroprozessor, den IBM-eigenen l-Megabit-Chips, einem integrierten Gleitkommaprozessor und einem neuen Grafikadapter bestückt, der den direkten Anschluß hochauflösender Bildschirme erlaubt. Der Hauptspeicher faßt jetzt 4 bis 16 Megabyte. Ein neuer Plattencontroller verdreifacht die bisherige Übertragungsrate und erweitert den maximalen Massenspeicherplatz auf 5,8 Gigabyte.

Erweitert wurde vor allem die Kommunikationsfähigkeit des 6150 in heterogenen Netzen: Mit Hilfe von LU6.2 und dem darauf basierenden neuen "Distributed Services"-Programm ist es laut IBM möglich, Anwendungen und Prozesse auf unterschiedlichen Unix-Rechnern und in unterschiedlichen Netzen direkt miteinander kommunizieren zu lassen. Zugleich, so heißt es aus Stuttgart weiter, kann man nun auch von der 6150 aus unmittelbar auf /370-Rechner zugreifen, die unter VM das Betriebssystem IX fahren.

Ein neues Programmprodukt für den RT PC ist "X-Windows". Es erlaubt, auf Konsolbildschirmen mehrere parallel ablaufende Anwendungen und Prozesse gleichzeitig zu bearbeiten - unabhängig davon, auf welchem 6150-System im Netz diese Applikationen laufen.

Alle bisherigen Modelle lassen sich auf die neuen Versionen aufrüsten, teilte IBM mit. Die Preise für die bisherigen Modelle wurden um bis zu 25 Prozent gesenkt; die neuen Modelle sind ab dem zweiten Quartal 1987 für 22 820 Mark (115), 35 190 Mark (125) beziehungsweise 39 980 Mark (B25) zu erwerben.

Die Serie /1 wurde im oberen Leistungsbereich um die beiden Prozessoren IBM 4956 Modell J und K erweitert. Sie verfügen neben einer Fließkomma-Einheit über 2 MB Hauptspeicher und erreichen gegenüber den alten Modellen eine um zwei Drittel gesteigerte Verarbeitungsgeschwindigkeit. Das Kompaktmodell J ist mit einer 40-MB-Platte bestückt und verfügt über einen 400-KB-Pufferspeicher und ein Diskettenlaufwerk. Sein Preis beträgt 56 000 Mark. Das Modell K verfügt laut IBM über 14 Anschlußpositionen für E/ A-Einheiten und kostet 46 480 Mark. Die Erstauslieferungen sollen im September beginnen. Bei den ausfallsicheren Systemen der Serie /88 gibt es vier neue Modelle, die weitgehend denjenigen des OEM-Lieferanten Stratus entsprechen dürften (CW Ausgabe 7/87, Seite 6). Neu bei der Software ist das Programm "Distributed System Services" (DSS). Es kommuniziert mit dem entsprechenden Programm DSX auf /370-Systemen. Dadurch wird es möglich, /88-System- und -Anwendersoftware auf einem /370-System zu verwalten und Anwendungsdaten zwischen diesen Rechnern zu übertragen. Die Preise für die neuen Modelle liegen je nach Konfiguration zwischen 750 000 und 2,0 Millionen Mark. Mit den Auslieferungen will Big Blue im zweiten Quartal starten.