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20.12.1991 - 

Nur Mindestfunktionalitäten angeboten

Big Blues C-Compiler für die AS/400 fällt beim Kunden immer häufiger in Ungnade

MÜNCHEN (CW) - Langfristig Lukrative Geschäfte erwartet die Asna Ltd., Guildford, langfristig von der Vermarktung ihres C-Compilers "Diploma-C" für AS/400 Rechner. Der Grund: Mitbewerberin IBM fällt mit ihrem AS/ 400-C-Compiler "C/400" beim Kunden immer häufiger in Ungnade. Die Anwender ärgern sich vor allem über die langen Kompilierzeiten.

"Für die Kompilierung kann man mit dem Asna-Produkt gegenüber dem IBM-Compiler einen Geschwindigkeitsvorteil von etwa 75 Prozent erreichen", erläutert Bodo Siegmund von der EDV-Software Unternehmensberatung in Bad Nenndorf Das Unternehmen ist ebenso wie die IBV GmbH in Lörrach deutscher Vertriebspartner von Asna. Siegmund glaubt, den Grund für die schlechtere Qualität des IBM-Produktes zu kennen. Big Blue beschränke sich bei nicht-strategischen Produkten immer nur auf eine Mindestfunktionalität.

"Kleine Softwarehäuser hatten immer dort Erfolg und sind dort groß geworden, wo IBM-Produkte Schwachpunkte auf wiesen", betont der Softwerker. Diese Regel treffe auf die Computerbranche insgesamt, also auch auf den Hardwarebereich, zu: "Eine Firma Compaq wäre im PC-Bereich niemals so groß geworden, wenn IBM früher nicht gesagt hätte: "Das Geschäft interessiert uns nicht."

Ähnlich sieht Josef Grünbichler, Anbieter von RPG-Produkten im IBM-Midrange-Bereich, das C-Engagement von IBM im AS/400-Umfeld. Uni nach außen hin eine gewisse Offenheit zu dokumentieren, müsse IBM eine C-Variante auf der AS/400 anbieten. Ein echtes Interesse an der Vermarktung dieses Produktes bestehe aber wohl kaum.

Als Beispiel für einen Großanwender, der sich in jüngster Zeit gegen IBMs C-Variante und für Diploma/C entschieden hat, nennt Asna das Unternehmen McDonnell Douglas Information Systems International. Der Konzern werde eine 4GL für die AS/400 mit Hilfe des C-Compilers der Engländer entwickeln. Tests hätten ergeben, daß das IBM-Produkt von der Geschwindigkeit, der Funktionalität und dem Support her nicht einmal annähernd an das Konkurrenzprodukt heranreiche.

Zwar spielt die Sprache C auf einer- RPG-orientierten Maschine wie der AS/400 bisher nur eine untergeordnete Rolle, doch gehen Marktbeobachter von einem langfristigen Wandel aus: Um die Portierbarkeit von Anwendungen zwischen verschiedenen Systemen zu gewährleisten, setzen nämlich größere Anwender immer häufiger auf C als strategische Programmiersprache.