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08.07.1994

Bilanzreform erzeugt Minus von 2,9 Milliarden Mark Netzdienste veraendern die Umsatzstruktur der Telekom

BONN (CW) - Trotz eines Minus von knapp 2,9 Milliarden Mark machte Telekom-Chef Helmut Ricke auf der Bilanzpressekonferenz des Unternehmens ein zufriedenes Gesicht. Die beschlossene Privatisierung der Telekom sowie eine zunehmende Differenzierung der Umsatzstruktur lassen den Vorstandsvorsitzenden optimistisch in die Zukunft der Telekom AG blicken.

Die Bilanzpressekonferenz stand ganz im Zeichen der Postreform II und damit der Privatisierung der Postunternehmen. Ricke liess keinen Zweifel daran, dass der Gesetzentwurf den Bundesrat passieren wird und einer Gruendung der Telekom AG zum 1. Januar 1995 nichts mehr im Wege steht. Das privatisierte Unternehmen will laut Joachim Kroeske, Finanzvorstand der Telekom, 1996 mit einer Tranche von rund 15 Milliarden Mark an die Boerse gehen.

Zu den roten Zahlen der Telekom hat Kroeske zufolge die Umstellung von der kameralistischen auf die handelsrechtliche Bilanz gefuehrt. Dazu mussten, so der Finanzvorstand, Bewertungskorrekturen in Hoehe von 4,4 Milliarden Mark vorgenommen werden. Das Ergebnis vor Steuern betrug 7,6 Milliarden Mark. Abzueglich der Bewertungskorrektur blieben 3,2 Milliarden Mark vor Steuern. Nach Ablieferung von 6,1 Milliarden Mark an den Bund ergibt sich ein Fehlbetrag von 2,9 Milliarden Mark, der durch Ruecklagen auf 1,6 Milliarden Mark gemindert wird.

Insgesamt erzielte die Telekom einen Umsatz von rund 59 Milliarden Mark und verzeichnete damit eine Steigerung von 9,3 Prozent gegenueber dem Vorjahr. Den groessten Anteil erbringt weiterhin der Telefondienst. Ein ueberproportionales Wachstum in den uebrigen Geschaeftsfeldern hat laut Ricke aber zu einer Differenzierung der Umsatzstruktur gefuehrt. Ricke nannte in diesem Zusammenhang 150000 neue Datex-J-Kunden, die Verdoppelung des ISDN-Umsatzes sowie deutliche Anstiege in den Bereichen Monopoluebertragungswege, Netzdienste, Mobilfunk sowie das Kabelnetz. Der Boom beim Datex-J bedeutet eine Steigerung von 198 Prozent