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14.08.1981 - 

Produktivitätswachstum durch Computer über Terminals realisiert:

Bildschirme bleiben Favoriten der Anwender:

MÜNCHEN (gr) - Der Terminalmarkt wächst und wird weiter wachsen. Bei dieser globalen Prognose bis 1985 bleibt die International Data Corporation (IDC) in ihrer Studie über den US-Terminalmarkt selbstverständlich nicht stehen. Intelligente Bildschirmterminals werden auch weiter die höchsten Wachstumsraten zu verzeichnen haben.

Fortschritte in der Halbleitertechnologie wirken sich direkt auf den Terminalmarkt aus. Die gesamte Computerhardware wird, wie jeder weiß, dadurch billiger. Je mehr Elektronik in einem Gerät enthalten ist, desto höher dürfte die Preisreduktion in den kommenden Jahren ausfallen. Ins Gewicht werden kostenmäßig weiter die nichtelektronischen Teile an den Geräten fallen. Sie erfordern einen Service,- der eher teurer als billiger wird. Sinkende Kosten für Bauelemente werden den Trend verstärken, immer mehr Funktionen in ein Terminal zu integrieren. Die Hersteller sehen sonst ihre Gewinne schwinden. Im nicht nur bei Orwell beliebten Jahr 1984 stehen der IDC-Prognose zufolge in den Vereinigten Staaten rund 7,7 Millionen Terminals. 1985 werden es rund 8,85 Millionen sein. 1980 waren es noch runde 4,9 Millionen, 1975 dagegen tägliche 1,35 Millionen.

Was mit den "Dingern alles zu machen ist, spricht sich unter den potentiellen Anwendern herum. Ist ein Kollege bereits an ein Computernetz angeschlossen, so wollen sie bald auch ein Terminal. Das Wissen um die Anwendungsmöglichkeiten und Handhabung breitet sich aus. Außerdem, und dieses Resultat zieht die IDC aus dem Vergleich bereits abgeschlossener Befragungen, setzen die Benutzer ihren Terminalbedarf immer zu niedrig an. Realisieren sie ihre Planungen sind mehr Geräte installiert als in Plan vorgesehen waren. Ein weiteres Merkmal der Terminal-Anwender hält den Markt den IDC-Forschern nach in Bewegung: Mit ihrer gegenwärtigen Ausstattung sind sie selten zufrieden.

Von 1100 befragten Anwendern erklärten 1979 über 50 Prozent ihren Terminalpark aufrüsten zu wollen. 14 Prozent wollten den Hersteller wechseln, acht Prozent endlich auf Terminals umstellen. Nur ein Viertel der Befragten äußerte sich zufrieden über den Status quo. Als Ursache für diese Bewegungen nennt IDC das Vordringen des Distributed Processing und der Büroautomation.

Noch immer werden 3000 Kartenlocher pro Jahr ausgeliefert. Daß diese Geräte verschwinden, sah man lange voraus. Die IDC sieht das Verschwinden aber nur langsam nahen. Remote Batch-Geräte werden durch das Vordringen der Verteilten Datenverarbeitung langsam ersetzt. Programmierbare Terminals finden den grundlegenden IDC-Trends zufolge jedoch weiter ihre Käufer. Für den OCR-Markt sagt das Marktforschungsinstitut ein jährliches Wachstum um die 20 Prozent voraus. Hauptanwendungsgebiet stellt dabei die Textverarbeitung dar. Eingabegeräte mit Magnetbändern (Key-to-tape) verschwinden schnell. Disketten-Erfassungsgeräte welken etwas langsamer dahin, Key-to-disk-Terminals (Datensammelsysteme) fallen mit einer Geschwindigkeit von vier Prozent im Jahr aus dem installierten Terminalbestand.

Beschränkt intelligente Druckerterminals mit Eingabetastatur (Conversational Keyboard Printers) erfuhren in den letzten beiden Jahren einen unerwarteten Aufschwung. IDC führt das auf neue Anwendungsbereiche und die tragbaren Gerätetypen zurück. Wachsen wird IDC zufolge dieser Markt dennoch nur um vier Prozent. Der Bestand an für Abfragen geeigneten Bildschirm-Terminals (Conversational CRTs) werde in dem Maße zurückgehen, wie die Hersteller zunehmend Funktionen in die Terminals selbst verlagern. Die Hersteller können den IDC-Überlegungen zufolge mit den immer kleiner werdenden Gewinnmargen für die klassischen "dummen" Terminals nicht leben. intelligente Druckerterminals nehmen, was die Installationszahlen anbelangt zwar jährlich sechs Prozent zu, die Auslieferungen sinken jedoch um acht Prozent. Bisher, so urteilt IDC hat sich IBM hier verkalkuliert. Dagegen wurde das intelligente Bildschirmterminal vom IBM-Typ 3270 zum Verkaufsschlager. 1979 verdoppelte der Hersteller seine Fertigungskapazität. Die PCMer profitierten von den Lieferschwierigkeiten.

Die für Herbst ´81 angekündigte neue IBM-Terminalfamilie dürfte den Imitatoren aber das Wasser wieder abgraben. Die Installationszahlen werden bis 1985 um jährlich 26 Prozent wachsen. Andere intelligente Bildschirme werden pro Jahr nach Auslieferungen über 20 Prozent jährlich wachsen, nach Installationen um 27 Prozent. Das System /34 belebte den Markt für intelligente Terminals im Bereich Basisdatenverarbeitung. Im Durchschnitt sind an eine CPU fünf Datenstationen angeschlossen. Der Markt könnte für PCMer attraktiv werden, mutmaßt IDC. Terminals für Honeywell-, Burroughs- und Univac-Zentraleinheiten ("HBU"-Terminals) wachsen pro Jahr mit einer Rate von über 20 Prozent in der Auslieferung, von, rund 30 Prozent, was den installierten Bestand angeht.

Terminals mit Verarbeitungsfunktion entwickeln sich unterschiedlich. Einplatzsysteme sind weniger gefragt.

Pro Jahr, so prophezeit der Marktforscher, werden zwölf Prozent mehr ausgeliefert. Mehrplatzsysteme mit Verarbeitungsfunktion gewinnen beträchtlich an Boden, was IDC der hohen Akzeptanz der IBM 8100 zuschreibt. Pro Jahr werden 21 Prozent mehr ausgeliefert und 34 Prozent mehr sind installiert. Dahinter stehe die wachsende Verbreitung von Datenbank-Anwendungen, deren Inhalte dem Benutzer zugänglich gemacht werden müssen.