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22.08.1975 - 

Bankinformationssystem selbstgemacht

Bildschirme statt Papierflut

Von Volker Kücherer Exklusiv für CW

KAISERSLAUTERN - Mit wenigen, aber gezielt eingesetzten Bildschirmen und einem speicherplatzarmen Online-Programm kann ein Informationssystem aufgebaut werden, das kostenmäßig im Rahmen bleibt.

Gegen die Papierflut in der Pfalz-Kredit-Bank haben wir ein maßgeschneidertes "Kunden-Informations-System" KISY entwickelt, das den bestehenden Arbeitsablauf nicht grundlegend ändert, aber die nötigen Informationen schnell und übersichtlich an den Arbeitsplatz liefert.

Mit KISY haben Kundenberater, Disponenten und Kontenführer Zugriff zu allen Kundenadressen, den Konten mit Stamm- und Überwachungsdaten sowie - bei Bedarf - zu allen Buchungen. Das System ist in die Arbeitsgebiete "Allgemeines Bankgeschäft" (Kontokorrent, Spar, Festgeld, Darlehen), "Konsumentenkredite" (Raten und Wechsel) sowie "Gesamtadressen" gegliedert. Ist keine Kontonummer bekannt, so wird der Kundenname eingegeben. Daraufhin erscheinen alle unter diesem Namen vorhandenen Adressen mit den Kontonummern. Nach Auswahl der richtigen Kontonummer wird diese eingegeben, und am Bildschirm ist das Konto mit Adresse, Konditionen und den 15 letzten Buchungen zu sehen. Bei Bedarf kann im Konto auch "geblättert" werden.

Einmal täglich Fortschreibung

Die Daten aus allen Buchungs- und Updating-Programmen werden gesammelt und täglich einmal (Buchungsschnitt 12 Uhr) auf der KlSY-Datenbank fortgeschrieben. Bei der Fortschreibung wird ein bestimmter Informationszeitraum (zum Beispiel Kontokorrent 90 Tage, Spar 360 Tage) eingehalten, um den Umfang der Datei zu begrenzen. Bei Bedarf kann der Informationszeitraum je nach Kontoart geändert werden.

Neun Stunden online

Das KISY wird auf einer NCR Century 251 mit Betriebssystem B 4 gefahren. Das Online-Programm benötigt 60 K und ist jeweils von 8 bis 17 Uhr im System. Derzeit sind Terminals (NCR 796) innerhalb der Hauptverwaltung eingesetzt - Filialen und Repräsentanten werden demnächst per Telex angeschlossen, KISY ist innerhalb kurzer Zeit zu einem festen Bestandteil des täglichen Arbeitsablaufes geworden, weil die Sachbearbeiter keine Listen mehr wälzen müssen, Buchhaltung und Mahnabteilung schneller prüfen und überwachen können und die Kreditabteilung schneller entscheidet. Mit den Einsparungen bei den Papierkosten für vorher täglich ausgedruckte Dispositions- und Adreßlisten sowie Kontoauszüge kann nach unseren Erfahrungen die Miete für drei bis vier Bildschirmterminals bezahlt werden. Dieses Verhältnis wird sich künftig noch zugunsten der Terminals verschieben. Auf die Frage, ob sich der Einsatz von KISY gelohnt hat, kann ich nur antworten: Ja.

Volker Kücherer ist EDV-Leiter der Pfalz-Kredit-Bank, Kaiserslautern.