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17.10.1980 - 

Aregon bringt Prestel-Erfahrungen in den Bürokommunikationsmarkt ein:

Bildschirmtext als Infomedium im Betrieb

FRANKFURT (bi) - "Innerbetriebliche Kommunikation" ist zur Zeit ein viel strapazierter Begriff. Sie muß nämlich überall besser werden. Der Markt ist groß. Mehrere Werkzeuge bieten sich hier an. Alle nennen sich "Integriertes Informationssystem" und basieren auf rechnerunterstützten Fernsprechvermittlungsanlagen. Sehr ähnliche Leistungen bietet ein Inhouse-Bildschirmtextsystem von Aregon (BTX) an.

Die Aregon GmbH, Frankfurt, Tochter der in London ansässigen Aregon Ltd., hat das britische Bildschirmtextsystem "Prestel" für den deutschen Markt weiterentwickelt - zunächst einmal im Auftrag der Bundespost für die Bildschirmtext-Versuche in Düsseldorf und Berlin und dann auch für den umkämpften Inhouse- Kommunikationsbereich.Bisher ist ein solches "International Viewdata System (IVS-3) im "kontinentalen" Europa bereits in der Schweiz und in Holland in Betrieb.Die erste Installation in der Bundesrepublik steht noch aus. Potentielle Kunden sieht Aregon "vom mittleren Unternehmen an aufwärts" und in öffentliche Verwaltungen. Die X.25-Schnittstelle ist selbstverständlich.

Die Kosten für das typische Aregon-BTX-System (einschließlich Rechner, Terminals und Software) liegen bei zirka 270 000 Mark,wobei ein Drittel der Kosten für die Dreijahres-Softwarelizenz aufzuwenden ist. Ein derartiges System ist mit 16 Terminals mit Zugriffsmöglichkeiten zu 15 000 Informationseiten ausgestattet.

Die Briten haben für die Entwicklung des schlüsselfertig angebotenen privaten Bildschirmtextsystem IVS-3 Erfahrungen aus diversen BTX-Projekten einfließen lassen können. Das Londoner Software-Haus hat - für deutsche Anwender wichtig zu wissen - speziell an der Ausarbeitung der Betriebsprogramme für die inzwischen laufenden deutsche BTX-Versuche mitgewirkt und auch schon für den amerikanischen Markt ein System entworfen, für das Telekommuninikations-unternehmen General Television und Elektronics (GTE).

IVS-3-Funktionen

IVS-3 enthält die kompletten Funktionen, die in öffentlichen Bildschirmtextsystemen vorhanden sind. Beispiele für den breiten Einsatz von IVS-3 im geschäftlichen Bereich werden im folgenden gegeben.

- Schnelle Verteilung neuester Informationen innerhalb eines Unternehmens (Pressemitteilungen, Wartungsmitteilungen, Verkaufshandbücher,Verwaltungsanweisungen, Produktbeschreibungen, Personaldaten).

- Übermitteln und Suchen von Unternehmens Informationen (Verkaufsvorhersage, Gewinn-/Verlustrechnung, Budgets, Produktionspläne).

- Dialogfunktionen (Reservierungen, Lagerverwaltung, Bestellwesen).

- Verteilen von Produktinformationen (Lieferzeit, Lagerbestand, Preise) an Händler.

- Bürokommunikation (interne Mitteilungen, Firmenveranstaltungen, Projektberichte, Reiseabrechnungen, persönlicher Kalender, Abwesenheitsliste).

Die nachfolgenden Funktionen machen IVS-3 besonders geeignet für den Einsatz im geschäftlichen Bereich:

Text- und Bilderstellung

Auf die zukunftsorientierten Funktionen für die Erstellung von Text und Grafik wurde besonderer Wert gelegt. So kann ein Benutzer mit dem System Vordrucke und Diagramme entwerfen und ändern ohne Zuziehung eines Datenverarbeitungs-spezialisten.

Elektronische Post

Eine Mitteilungsfunktion steht dem Benutzer von IVS-3 als "Elektronische Post" zur Verfügung, womit Text und Grafiken gespeichert werden und an alle oder spezifische Benutzer gesendet werden können.

Datenbanksicherheitsebenen

Die Informationen im System können gegenüber Abfrage und Ändern durch unautorisierte Benutzer mittels eines effizienten und zuverlässigen Sicherheitssystems geschützt werden. Die Sicherheitskontrolle kann von dem für einen besonderen Teilbereich der Datenbank-Verantwortlichen vorgenommen werden. Sechs Sicherheitsebenen stehen dem Benutzer zur Verfügung, der verschiedenen Seiten verschiedene Sicherheitsebenen in seiner Datenbank zuweisen kann.

Datenbank zur Selbstschulung

Benutzer von IVS-3 und der Systemverwalter können die Funktionen und Bedieneraspekte des Systems erlernen, indem sie das System dafür benutzen. Eine umfassende Schulungsdatenbank, zu der jeder Systembenutzer Zugriff hat, gehört zum Lieferumfang.

Auf PDP-11

IVS-3 ist in einer problemorientierten Programmiersprache geschrieben, wodurch es weitgehend maschinenunabhängig ist. Es läuft auf einer weitverbreiteten Minicomputerfamilie, die im internationalen Markt gewartet wird (PDP-11). IVS-3 ist so konzipiert, daß alle Systemkommandos und Antworten sofort geändert werden können, um sie der jeweiligen Landessprache anzupassen.

Umfassendes Systemspektrum

IVS-3 ist für ein breites Anforderungsspektrum ausgelegt, von kleinen Editiersystemen bis zu sehr großen Systemen, an die Hunderte von Terminals angeschlossen werden können.

Farbe und Grafik

Sieben Farben, Text, Grafik und austauschbare alphagrafische Typen gehören zu den Standardfunktionen des Systems. Mittels dieser Funktionen können grafische Diagramme, persönliche Symbole, Klein- und Großbuchstaben und Text in doppelter Größe dargestellt werden. Die Farben rot, gelb, blau, grün, weiß, schwarz und cyan können benutzt werden.

Datenbankstruktur

In der IVS-3-Datenbank sind Seitennummern mit bis zu neun Dezimalziffern möglich. Jeder Seite können bis zu 26 Blätter (a-z) zugeordnet sein. Die Baumstruktur, die identisch mit vielen nationalen Standards wie den Bildschirmtextsystemen der Deutschen Bundespost und der Britischen Post ist, läßt die Anwahl von zehn verschiedenen Seiten von jedem Blatt aus zu. Systembenutzern können spezielle Seitennummernbereiche zugewiesen werden.

lnformationssuchfunktionen

Ein Benutzer kann zur Datenbank mittels einer tischrechnerähnlichen Fernbedienung zugreifen, mit der Ziffern von 0 bis 9 und die Zeichen * und # eingegeben werden können. Die Befehle bedienen sich einer Menüauswahltechnik, um durch eine Reihe von Indexseiten bis zu der endgültigen Informationsseite zu gelangen. Der Benutzer kann jedoch auch eine spezifische Seitennummer eingeben, um direkt zur gewünschten Seite zu gelangen.

Mitteilungsfunktionen

Ein Benutzer kann Mitteilungen an andere registrierte Benutzer des Systems senden und Mitteilungen abfragen, die andere Benutzer an ihn abgesandt haben. Diese Funktion kann als "Notizbuch" benutzt werden, wodurch ein Benutzer seine eigenen Informationen speichern und auflisten kann.

Datensammlung

Diese Funktion ermöglicht dem Benutzer, sich ändernde Informationen in vorformatierte Seiten einzugeben so daß er zum Beispiel Hotel- und Reisebuchungen vornehmen kann, beziehungsweise Projektberichte und vollständige Zeitpläne oder Antwortkataloge erstellen kann.

Seitenerstellung

Der Benutzer, der seine eigenen Seiten entwirft, erstellt und verändert kann seine Daten mittels Editier-, Lösch-, Anderungs-, Überschreib- und Kopierbefehlen für Datenbankseiten bearbeiten. Das System enthält verschiedene Textbearbeitungsfunktionen für den Benutzer (zum Beispiel Textbearbeitung, Spaltenbewegung, Schreibmarkensteuerung), womit die Seitenerstellung erfolgen kann. Die Seitenerstellungstechniken sind leicht zu erlernen.

Systemverwaltungsfunktionen

Der Systemverwalter kann die Benutzung des Systems durch Registrieren und Löschen neuer Benutzer und der dazugehörigen Kennworte steuern. Er kann auch die Zuweisung von Seitenbereichen und die Seitennumerierung überwachen, die Datenbanksicherheitsfunktionen steuern und Informationen für den Benutzerzugriff sperren oder einschränken.

Datenbanksicherheitsfunktlionen

Die Datenbanksicherheit wird durch Prozeduren realisiert, die die Identität des Terminalbenutzers (Benutzernummer und -kennwort) definieren und die den Informationslieferanten die Möglichkeit geben, zu bestimmen, welche Benutzer zu einigen oder allen Eingabedaten zugreifen dürfen.

Systemstatistik und -abrechnung

Mittels dieser Funktionen werden Informationen gesammelt und gespeichert, während das System läuft. Dazu gehören:

- Die Zeitdauer jeder Benutzersitzung einschließlich der Zugriffszahl während der Benutzersitzung

- stündliche und tägliche Statistiken mit der Anzeige der Antwortzeiten und der Zahl der Seiten, zu denen vom Benutzer zugegriffenen beziehungsweise die vom Benutzer bei der Informationseingabe verändert wurden. Außerdem wird die Relation zwischen diesem und der Gesamtseitenzahl registriert, die dem Informationslieferanten zugewiesen sind.

Aktuelle Funktionsdaten werden im Bildschirmtextformat zwecks Zugriff durch den Systemverwalter dargestellt, und mittels dieser Funktionen können verschiedene Übersichten auch während des Betriebes von IVS-3 ausgedruckt werden. Einige Hauptstatistikdaten werden automatisch als Diagramme im Bildschirmtextformat für den Systemverwalter generiert.

Hauptaktualisierung vom Magnetband

Das System akzeptiert die Eingabe von einer auf Magnetband gespeicherten Datenbank, wodurch eine Übertragung von Datenbanken anderer Computersysteme zu IVS-3 möglich ist.

Stapelübertragungs-/Entladefunktionen

Der Systemverwalter kann Seiten auswählen, die ausgegeben oder im IVS-3 gelöscht werden sollen. Es können entweder einzelne Seiten oder alle Seiten, die innerhalb einer bestimmten Seitennummer im Datenbankstrukturbaum liegen, ausgewählt werden.

Datenbankdienstprogramme

Wenn der Benutzer Seiten entwirft und erstellt, wird er bei der Einrichtung der exakten Datenbankstruktur unterstützt. Es wird ihm eine Übersicht über die benutzten Seiten und eine Beschreibung seiner Datenbankstruktur zur Verfügung gestellt. Er kann sich dann die entsprechenden Seiten auch wahlweise ausgeben lassen.

Systembedienerfunktionen

Mittels der Bedienerfunktion kann das System hoch- und runtergefahren werden oder es kann eine Datenbank archiviert oder wieder eingespeichert werden. Prozeduren für den Wiederanlauf im Falle einer Störung sind ebenfalls Bedienerfunktionen.

Integrierte Datenbanken

IVS-3 wird als schlüsselfertiges System geliefert (Hard- und Software); es enthält zwei eingebaute Datenbanken für Benutzer.

Selbstunterricht

Ein vonständiger Schulungskurs über alle Systemfunktionen und alle dem Benutzer zur Verfügung stehenden Funktionen ist im System enthalten. An die Datenbank können Anweisungen während des Systembetriebes mittels einer indizierten Selbstunterrichtsmethode gegeben werden; der Zugriff zur Datenbank ist wegen des Einbaus in das System jederzeit von jedem Benutzer aus möglich, der Informationen bezüglich der Benutzung von IVS-3 benötigt.

Die Datenbank für die Wirtschaft

Eine Datenbank mit 500 Seiten statistischer Wirtschaftsdaten der EWG-Länder von Währungs- bis zu Hotelinformationen wird zur Verfügung gestellt, so daß IVS-3 ab dem Installationszeitpunkt sofort eingesetzt werden kann. Die Datenbank wird von Fintel im Auftrag von Aregon erstellt und auf dem neuesten Stand gehalten.

Unterstützung

IVS-3 ist als Softwarepaket konzipiert worden; es ist auf anderen Rechnern einsetzbar. Das Paket ist für Standard-anwendungen ausgelegt ; Aregon ist jedoch davon überzeugt, daß spezielle Erweiterungen für einzelne Anwendungen erstellt werden müssen. Aregon bietet Beraterleistung und Programmiererfahrung auf dem Bildschirmtextgebiet an, um solche Erweiterungen zu definieren und zu realisieren. Im allgemeinen sei IVS-3 jedoch universell einsetzbar; irgendwelche Rückgriffe auf eine Datenverarbeitungsabteilung seien nicht erforderlich. Komplexe Datenbanken müssen jedoch durch Datenverarbeitungsabteilungen erstellt und Anschlüsse an externe Rechner von DV-Spezialisten realisiert werden.

IVS-3 kann verschiedene kommerziell einsetzbare Minicomputer angeboten werden. Zur Zeit können DEC-Rechner PDP-11 für den Einsatz von IVS-3 geliefert werden. Aregon hat sich auf keinen bestimmten Rechner festgelegt und kann spezifische Hardware für viele Kundensysteme empfehlen, abhängig von den individuellen Erfordernissen und Bedingungen. Ebenso können verschiedene Typen von Terminals eingesetzt werden.

Informationen: Aregon GmbH, Berner Str. 50, 6000 Frankfurt 56,

Tel.: 06 11/5 07 28 09-83-90.