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26.02.1982 - 

Gebührenpolitik kann Medienlandschaft verändern:

Bildschirmtext ist noch zu teuer

26.02.1982

LONDON (VWD) - Von rund 20 Millionen Fernsehteilnehmern nutzen nur knapp 11 500 die Dienste des britischen Bildschirmtext-Anbieters Prestel. Diese Entwicklung erklärte ein Prestel-Sprecher++ mit

den noch zu hohen Kosten für die Inanspruchnahme dieses Angebotes.

Weltweit seien 13 770 Prestel-Empfänger gemeldet (Stand: September 1981). In Großbritannien gebe es, so erläutert VWD, unter den

11 466 Empfängern nur knapp 700 private Interessenten. Es könne, so

der Sprecher des Anbieters, nicht mit einer Marktdurchdringung des Bildschirminformationssystems gerechnet werden, solange die Preise nicht sinken würden.

Neben der Zugriffsgebühr und der - bei sogenannten geschlossenen Benutzerkreisen fälligen - Datengebühr fallen Gebühren für die Telefonverbindung an. Zusätzlich entstehen Kosten für einen Ausdruck, falls dieser vom Teilnehmer gewünscht wird.

Wie die VWD berichtet, fallen bei täglich zehnminütiger Inanspruchnahme des Dienstes monatlich bereits rund 20 Pfund (= rund 80 Mark) an. Dennoch erwartet der Prestel-Vertreter etwa 500 Neukunden pro Monat.

Angeboten werden die Bildschirminformationssysteme von den britischen Gesellschaften BBC, ITV, Ceefax und Oracle, wobei die Systeme der Ceefax und Oracle im Gegensatz zu Prestel Einwegsysteme seien. Benutzer von Prestel-Systemen könnten - freilich gegen Gebühren - Hotel- und Fahrkartenbuchungen selbst vornehmen sowie selbst Informationen eingeben. Das Prestel-System sei mit ähnlichen Systemen in zwölf Ländern kompatibel, darunter auch mit dem deutschen Bildschirmtext.

Im Sommer 1981 habe man sich auf einen "Eurochip" innerhalb der Postorganisationen geeinigt, die in der CEPT zusammengeschlossen seien. Damit, so sagte der Prestel-Sprecher laut VWD, habe man den "Pal-Secam-Fehler" vermieden. Auch Rumänien, Ungarn und die Tschechoslowakei seien an dem Eurochip interessiert.

Wichtig sei weiterhin, daß mit den Vereinigten Staaten eine Standardisierung erreicht werden könne. Ein Schritt in diese Richtung sei, daß IBM sich bereit erklärt habe, einen Prestel-kompatiblen Baustein herzustellen.