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22.06.1979 - 

Von der Kameralistik zur Nixdorf 8820:

Bildungsinstitut fährt die Expansion ab

DORTMUND (gw) - Die Rheinisch-Westfälische Auslandsgesellschaft e. V. (RWAG), internationale Bildungseinrichtung in Dortmund, hat bereits den entscheidenden Schritt in die 80er Jahre getan. Die Rationalisierung der RWAG-Verwaltung begann zu Jahresbeginn '79 mit einem Nixdorf-Computer 8820.

Die RWAG ist mit ihren 22 Gesellschaften in der Schweiz, in afrikanischen Ländern, in China, Griechenland, Italien, Rumänien und der UdSSR sowie Ungarn tätig. Ein internationaler Freundeskreis und eine Esperanto-Gruppe gehören ebenfalls dazu. Die Auslandsgesellschaft ist ferner Träger des Auslandsinstituts in Dortmund, des RWAG-Instituts für Weiterbildung, des Instituts für politische Bildung und des RWAG-Instituts für Internationale Jugendbildung. Neu im RWAG-Bildungsverbund ist die internationale Bildungsstätte Willebadessen Paderborn.

Für Feste und Freie

Rund 3000 Mitglieder, 70 feste Mitarbeiter (bei 5,5 Millionen Mark Umsatz im Jahr 1978) und rund 330 freie Mitarbeiter (meistens Sprachlehrer) müssen in dieser weitläufigen und umfassenden Organisation im Rahmen der Honorarabrechnungen und der Finanz- sowie Personalbuchhaltung verwaltet werden. Dazu benutzte der Dortmunder Auslands-e.V. Magnetkonten-Maschinen, die für die wachsende Gesellschaft zu klein geworden waren. Fachbereichsleiter Finanzen, Horst Kortholt: "Die haben einfach unseren Anforderungen nicht mehr genügt"

Nach dem jüngsten Weiterbildungsgesetz für Nordrhein-Westfalen mußten neue Konten und die gesamte Kostenstellen-Abrechnung eingeführt werden.

Zielgruppenorientiert

Kortholt und der Verwaltungsleiter Wilhelm Stehling, gelernter Betriebswirt, sannen auf Abhilfe: Die einzuführende EDV mußte für sie folgende Kriterien erfüllen:

Das Preisangebot mußte günstig, der Hersteller langfristig im Markt tätig sein; die RWAG-Adressen mußten integrierbar sein. Die Bedienerführung mußte über Bildschirm erfolgen. Geringer Platzbedarf war nötig und

der Wartungsdienst mußte vor Ort abgewickelt werden können. Eine gewisse Verarbeitungssicherheit mußte gegeben sein.

Da die Gesellschaft bis zu diesem Zeitpunkt kein hinreichend aufbereitetes Adressenmaterial hatte, war die Hereinnahme der "Adrema" in die zukünftige EDV-Lösung fast schon oberstes Gebot. Denn das hatten die beiden RWAG-Leute klar erkannt: Was ihrer Gesellschaft künftig nottat, war eine zielgruppenorientierte Arbeit.

32 Software-Päckchen

Die RWAG kaufte also eine Nixdorf 8820 mit zwei Plattenlaufwerken für 54000 Mark. Die Programme waren freilich nicht dabei. Die kosteten noch einmal die Hälfte dieser Kaufsumme. Die 32 Software-"Päckchen" (21 für die Finanzbuchhaltung, acht für Personal und drei für die Adressen) beinhalten dabei aber auch die Umstellung des gesamten RWAG-Kontensystems samt internem Rechnungswesen und betriebswirtschaftlichen Auswertungen; dabei ist denn auch im Personalbereich die ZVK-Verrechnung (Zusatzversorgungskasse Öffentlicher Dienst); im Adressensektor kommt die Zielgruppenanalyse samt 99 Auswahlkriterien mit jeweils 30 Möglichkeiten hinzu. Wichtigster Vorteil dabei: Die Verwaltung wurde bei der RWAG darum nicht vergrößert.

Was die internationale, jetzt 30 Jahre alte Bildungsstätte mit dieser DV-Lösung aber vor allem schaffte, war laut Verwaltungsleiter dies: "Den Sprung vom kleinen Unternehmen in die immer stärkere Expansion." Dazu Kortholt: "Wir haben sehr rasch auch den Wechsel von der Kameralistik zur kaufmännischen Buchführung vollzogen."