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Trotz Rezessionsgerüchten gute Oktober-Umsätze im PC-Einzelhandel


11.01.1991 - 

Billig-Mac und PS/1 waren die Renner im US-Weihnachtsgeschäft

DALLAS (IDG) - Der amerikanische Computerhandel setzte dem Marktforschungsunternehmen Storeboard Inc. zufolge im Oktober 1990 263 000 PCs ab. Gegenüber dem Vormonat bedeutet das zwar eine Steigerung von zehn, aber gegenüber dem Vorjahreszeitraum nur ein Plus von 1,2 Prozent.

Wie vor Weihnachten üblich, boomte der "Heimmarkt": Apple setzte 11400 Mac-Classics und IBM 7300 PS/1 über den Einzelhandel ab.

Mit diesem Verkaufserfolg konnte der Mac-Hersteller seinen Absatz im Oktober um 50 Prozent erhöhen. Allerdings hielt das Umsatzwachstum von 20 Prozent gegenüber dem Vormonat wegen der niedrigen Preise nicht mit. Offenbar hätten noch sehr viel mehr "Classics" verkauft werden können, wenn sie verfügbar gewesen wären, aber die Händler hatten laut Storeboard nicht genügend Geräte auf Lager. Einige von ihnen berichteten, daß sich Kunden regelrecht um die wenigen verfügbaren Maschinen geschlagen hätten. Neben Privatleuten versuchten auch Unternehmens-Abteilungen den Billig-Mac zu ergattern. Der Grund: Für Investitionen von weniger als 1000 Dollar brauchen die meisten Abteilungsleiter nicht die Zustimmung der Geschäftsleitung einzuholen.

Der wegen seiner mangelnden Ausbaumöglichkeit vielgeschmähte PS/1 wurde im Oktober ebenfalls stark verkauft. Mit 7300 Einheiten kletterte der Absatz gegenüber September um 116 Prozent. Insgesamt stieg der PC-Absatz der IBM allerdings gegenüber dem Vormonat nur um 10 Prozent. Dabei war der PS/2 Modell 55sx mit 23 600 Systemen nicht nur der meistverkaufte IBM-Rechner, sondern auch der Bestseller des Monats Oktober. Der Mac-Classic belegte nach dem PS/2 Modell 30 den dritten Platz und Compacs Deskpro 386S den vierten Rang auf der Storeboard-Liste. Wegen erwarteter Preisreduktionen und der Ankündigung neuer Server verlief der Absatz von Big Blues High-end-Produkten allerdings schleppend. Bei über 75 Prozent der im Oktober verkauften IBM-Mikros handelte es sich um 386SX basierte oder kleinere Systeme.

Die Compaq Computer Corp. konnte im Monatsvergleich nur mit einem Wachstum von 1,6 Prozent aufwerten. Der "386S" war im Oktober die populärste Maschine des texanischen Herstellers, der nun - dank seines breiten Angebots in diesem Bereich - bei 386SX-Systemen auf einen Marktanteil von 30,8 Prozent kommt. Die AST-Research Inc. konnte nicht nur ihre Oktober-Verkäufe auf 13 200 Einheiten (im September: 8500) pushen, sondern

auch ihren bis dahin kumulierten Jahresabsatz um 196 Prozent gegenüber den ersten zehn Monaten 1989 erhöhen. Die Storeboard-AnaIysten führen dies auf Preisreduktionen zurück.

Ebenfalls gute Geschäfte machte Toshiba. Der japanische Laptop-Spezialist steigerte seinen Absatz im Oktober auf 7300 Einheiten, was ein Plus von 17,9 Prozent gegenüber dem Vormonat bedeutet. Besonders gefragt war das Modell 1000/SE.

Obwohl die Steigerungsrate des PC-Absatzes von Storeboard bisher nur für den Einzelhandel akkurat untersucht worden ist, schätzen die Marktforscher, daß etwa 37 Prozent aller in den USA verkauften PCs durch Großhändler abgesetzt werden und etwa 40 Prozent vom Einzelhandel, der im untersuchten Monat insgesamt 263 400 Mikros an den Mann brachte.

Der Absatz von Druckern stieg gegenüber dem Vormonat im Oktober um knapp 16 Prozent auf 242 000 Einheiten an. Die größte Steigerungsrate verzeichnete der Laserdrucker-Bereich mit 41 Prozent mehr verkauften Printern als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Die Händlerschaft teilte mit, daß die Nachfrage nach Druckern bestimmter Hersteller - Apple, Hewlett-Packard, NEC - den Lagerbestand überschreite.