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09.01.1998 - 

Den Konsumenten reicht ein Rechner im Haus

Billige PCs knabbern gefährlich an den Margen der Hersteller

Private amerikanische PC-Nutzer unterlaufen ein Gesetz der Marktwirtschaft, nach dem sich mehr verkaufen läßt, wenn der Kaufpreis sinkt. Das kalifornische Marktforschungsinstitut Odyssey fragte 1000 US-Haushalte, ob sie diesen Winter einen neuen PC anschaffen werden. Es zeigte sich, daß der Preis für eine Kaufentscheidung keine Rolle spielt: 69 Prozent der Befragten würden sogar mehr zahlen, wenn sie dafür die neuesten Funktionen bekommen.

Die Haushalte, die "ziemlich wahrscheinlich" ein Neugerät erwerben, rechnen mit einem Durchschnittspreis von 2000 Dollar. Die Odyssey-Marktforscher erklären dies damit, daß die geplanten neuen Modelle nicht als Zweit- oder Drittgeräte, sondern als Ersatz für bestehende PCs angeschafft werden: 33 Prozent würden ihren alten Rechner abgeben, zwölf Prozent ihn zwar behalten, aber nicht mehr oft benutzen.

In diesem Winter kann die US-DV-Industrie nach Aussagen der Analysten mit dem Absatz von rund 1,5 Millionen billigen PCs rechnen. Dieser Zuwachs an Neukunden reicht aber nicht aus, um die sinkenden Margen bei den Billigangeboten auszugleichen, so Odyssey. Im Gegenteil könnte der Run auf die Schmalspurrechner dazu führen, daß sich einige Hersteller vom Markt verabschieden müssen. Als Ausweg empfiehlt das Institut, den Konsumenten Ware anzubieten, die einfacher zu benutzen und deren Technik nicht so schnell überholt ist - Forderungen, auf die die innovationshungrige Industrie bislang nicht einging.

Für den US-Markt bietet Compaq zwei Billig-PCs an. Hewlett-Packard kommt dort mit dem "Vectra VE4" auf den Markt. Acer will gleich mit einer ganzen Familie den Billigmarkt aufrollen, deren Mitglieder zwischen 200 und 1000 Dollar kosten sollen.