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Der Online-Dienst wirbt um kleine Unternehmen

Billigtarif soll Compuserve wieder ins Spiel bringen

12.05.2000
MÜNCHEN (gfh) - Mit einem neuen Tarifmodell will Compuserve seinen dahindümpelnden Online-Dienst wiederbeleben. Zu einem Preis von 1,9 Pfennig pro Minute inklusive Telefongebühr möchte das Unternehmen als Internetby-Call-Anbieter vor allem kleine Unternehmen ins Netz bringen.

"Es geht uns nicht darum, hier gleich Geld zu verdienen, sondern wir wollen einen noch nicht besetzten Markt erobern", weicht Uwe Heddendorp, Vorsitzender der deutschen AOL-Geschäftsleitung, der Frage aus, ob mit der "Compuserve-Office" benannten Tarifierung Gewinn zu machen sei. Tatsächlich leidet der seit der Übernahme durch AOL vernachlässigte und zuletzt von 80 auf 13 Foren abgespeckte Online-Dienst darunter, dass trotz Internet-Boom die Mitgliederzahl bei rund 200000 stagniert.

Diesen Zustand soll der neue Tarif ändern. Durch die Begrenzung des Billigangebots von 1,9 Pfennig pro Minute auf die Zeit von 9 bis 18 Uhr - danach liegt der Tarif bei 4,9 Pfennig die Minute - zielt der Provider auf berufliche Nutzer, insbesondere kleine und mittlere Unternehmen, die sich keine Standleitung leisten wollen. Diese Zielgruppe habe hierzulande einen großen Nachholbedarf in Sachen Internet, den Compuserve mit preisgünstigen Diensten decken will. Mit dieser Positionierung wird Compuserve-Office zum einen gegen die hauseigenen Online-Dienste AOL und Compuserve 2000 abgegrenzt, die sich an Home-User wenden, die meist außerhalb der Arbeitszeit surfen, und zum anderen gegen Compuserve-Classic, das für größere Unternehmen mit Standleitung gedacht ist. Sie finden dort Tools, mit denen sie viele Anwender zentral verwalten können.

Unterstrichen wird die Ausrichtung des neuen Dienstes auf kommerzielle User durch die Ankündigung, die Homepage von Compuserve zu einem Business-to-Business-Marktplatz auszubauen, der den Dienst durch Transaktionsgebühren profitabel machen soll. Vorgeführt wurde etwa die Möglichkeit, mit Hilfe einer Suchmaschine eine vermietbare Industriehalle im Raum München zu finden. Heddendorp deutete darüber hinaus an, dass die schon früher vereinbarte Zusammenarbeit mit der IBM für vermarktungsfähige Inhalte sorgen soll.

Erhältlich ist die Zugangssoftware seit Montag für alle gängigen Client-Betriebssysteme unter www.compuserve.de.