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Bipolare Chips gehen ihrem Ende entgegen

06.05.1994

MUENCHEN (CW) - Wenig Chancen raeumt Prozessorpapst Michael Slater den BiCMOS-Chips wie Intels Pentium oder Supersparc von Texas Instruments fuer die Zukunft ein.

Die Vorteile der bipolaren Fertigungstechnik - hoehere Geschwindigkeit und groessere Leistungsaufnahme - werden sich seiner Meinung nach in zukuenftigen Prozessorgenerationen nicht wiederfinden. Als Grund nennt er die hoeheren Kosten dieser Art von Design sowie die Verfeinerung der reinen CMOS-Technik, die immer kleinere Chips in Halbmikrontechnik oder darunter ermoeglicht.

CMOS-Chips koennen in zwoelf bis 14 Maskenschritten gefertigt werden, BiCMOS-Bausteine benoetigen deutlich mehr, was einerseits die Fertigung verteuert und andererseits die Gefahr von Ausschussproduktion erhoeht. Hinzu kommt, dass der Chip durch die hoehere Leistungsaufnahme waermer wird und die Stoerempfindlichkeit steigt. Fuer batteriebetriebene Geraete ist ausserdem eine geringe Leistungsaufnahme - und damit CMOS - entscheidend.

Bipolare CMOS-Technik wurde vor Jahren eingefuehrt, als man glaubte, mit CMOS waeren Taktraten von 100 Megahertz nicht zu erzielen.