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08.12.1978 - 

Terminalmarkt:

Bis 1985 ist jeder zehnte Arbeitsplatz computerunterstützt

Von Gudrun Bäuml

Der Terminalmarkt wird in den kommenden Jahren zu den bedeutendsten Teilmärkten der Informationstechnologie gehören. Die Dynamik dieses Marktes, der durch die Fortschritte in der Kommunikationstechnik wesentlich geprägt ist, kennzeichnet ein Vergleich mit dem Standardcomputermarkt: Während der Bestand an Standardcomputern in den nächsten Jahren nur geringfügig wächst (2 Prozent pro Jahr), wird die Ausstattung der Computer mit Datenstationen wesentlich stärker anwachsen. Die Wachstumsraten betragen hier gegenwärtig 25 Prozent. Bis 1985 werden 500 000 Installationen erwartet.

Drei Viertel aller installierten Geräte sind heute einfache Bildschirme ohne nennenswerte Intelligenz. Der Anteil dieser Gerätegruppe wird allerdings bis 1985 auf weniger als die Hälfte sinken. Dann soll fast die Hälfte des Bestandes auf intelligentere Mehrfunktions- und Spezialterminals entfallen.

Zu den Einflußfaktoren, die die weitere Dynamik des Terminalmarktes bestimmen, gehören vor allem

- die Preisentwicklung und

- die Verbesserung der organisatorischen und technischen Infrastruktur.

In den nächsten sieben Jahren ist für alle Terminalarten mit einem Rückgang auf ein Drittel des heutigen Niveaus zu rechnen.

Während anfangs ausschließlich die großen Rechner zur Steuerung von Terminals geeignet waren, werden heute auch bei kleinen Standardcomputern und bei größeren Bürocomputern die Voraussetzungen zum Terminaleinsatz geschaffen. Der Anteil der installierten Terminals in Verbindung mit Rechnern dieser Art wird bis 1985 von 20 auf 50 Prozent des Gesamtbestandes steigen. Heute steuern Großrechner noch 70 Prozent aller Terminals. Ihr Anteil wird bis 1985 auf maximal 40 Prozent sinken.

Diese Entwicklung wird vor allem von solchen Anbietern getragen, die sowohl gerätetechnisch als auch von der Anwendersoftware her besondere Konzepte für bestimmte Gruppen bieten und sich intensiv um den Wachstumsmarkt "Verbundsysteme" bemühen (vergleiche in der Tabelle).

Ab 1980 werden weitere Einsatzgebiete für den Terminaleinsatz reif:

- Information und Dokumentation,

- Bürokommunikation.

Voraussetzung für beide Anwendungen ist eine ausreichende technische Infrastruktur.

Das Marktpotential ist in den einzelnen Benutzerbereichen unterschiedlich ausgeprägt: Generell betrachtet ist der Ausstattungsgrad mit Terminals, gemessen an der Zahl der Arbeitsplätze in der Verwaltung, noch sehr gering. Für 8,5 Millionen Arbeitsplätze gibt es zur Zeit weniger als 0,2 Millionen Zugriffspunkte zu Computerleistungen. Das sind für 100 Arbeitsplätze ein bis zwei Punkte. Bei den meisten Anwendergruppen werden 1985 zwischen fünf und zehn Arbeitsplätze direkten Zugang zum Computer haben. In einigen Branchen werden sogar 10 bis 20 Prozent erreicht sein.

Zu den Spitzengruppen zählen heute die Versicherungen und Banken sowie Einzelanwender mit besonderer Informationsstruktur (zum Beispiel im Dienstleistungsbereich), zu den noch schwach mit Terminals ausgestatteten Bereichen gehören heute noch die Öffentliche Verwaltung und der Handel. I

Von der Anbieterstruktur her präsentiert sich der Terminalmarkt ähnlich wie der Standardcomputermarkt: IBM und Siemens verfügen mit 47 beziehungsweise 16 Prozent über die größten Marktanteile. Auf Teilmärkten haben hingegen auch andere Hersteller gute Marktpositionen: Im Markt für Bildschirme verfügt SEL zum Beispiel über 6 Prozent Marktanteil, im Markt für Bankenterminals führt Kienzle mit 30 Prozent vor Nixdorf und IBM mit je 25 Prozent.